…und immer noch keine Regierung

Irland’s Parlament hängt im Limbo. Sechs Wochen sind vergangen seit den Nationalwahlen und die vom Volk gewählten Abgeordneten sind immer noch nicht in der Lage eine Regierung zu bilden. Wie bereits während des Wahlkampfes angekündigt, ist keiner der Parteien, Gruppierungen oder Unabhängigen, bereit zusammen zu arbeiten. Das Volk wird unruhig. Auf Dauer kann ein Land ohne Regierung nicht bestehen. Diesen Zustand hat Irland seit Gründung des Staates noch nie erlebt.

Irland hat ein paar ernsthafte Probleme. Tausende von Menschen sind der Obdachlosigkeit ausgesetzt – ein Problem welches Tag für Tag schlimmer wird.
Irland erholt sich momentan sehr langsam von einer äußerst schmerzhaften Wirtschaftskrise. Was Irland jetzt braucht ist Stabilität, mit anderen Worten, Irland braucht eine entscheidungsfähige Regierung. Momentan hat Irland eine “Hausmeister”-Regierung. Das heißt, der Premierminister und die Minister dieser Regierung haben kein Mandat wichtige Entscheidungen zu treffen. Sie sind lediglich noch im Amt um im Falle einer Krise die Zügel zu halten. Irland hat nach wie vor ein riesiges Problem im Bezug auf das Gesundheitswesen. Auch im Bildungswesen liegt so einiges im Argen. Die scheidende Regierung hat eine Krisenstimmung im Kreise der irischen Lehrer hinterlassen, welche bereits zu Streiks geführt hat und zu noch mehr Streiks führen wird. Überhaupt fordern viele Bereiche der Wirtschaft Gehaltserhöhungen. Während des Wahlkampfes hat die scheidende Regierung immer wieder erklärt das sie für die Beendigung der Wirtschaftskrise verantwortlich sind. Da der Otto Normal Ire nichts von dem Aufschwung spürt, fordert er nun entsprechende Erhöhungen der Einkünfte. Immerhin musste Otto Normal Ire während der Wirtschaftskrise den Gürtel gewaltig enger schnallen.

Heute sollen sich die beiden größten Parteien Irlands und 15 Unabhängige zu einem Gespräch treffen um endlich den Willen des Volkes umzusetzen eine Regierung zu bilden – denn genau dafür wurden sie am 26. Februar 2016 gewählt.