Wilde Hirsche

Der Phoenix Park ist eine über 700 ha große Parkanlage inmitten der Stadt Dublin. Der Park verfügt über eine fast 15 km lange Einfriedung. Die Anlage ist eine der größten eingefriedeten städtischen Parkanlagen der Welt.

Der Park verfügt über großzügige Grasflächen und von Bäumen gesäumten Straßen. Seit dem 17. Jahrhundert ist der Phoenix Park auch die Heimat von wilden Damhirschen, welche im Jahre 1662 dort angesiedelt wurden. Ursprünglich diente der Park den besser gestellten Dublinern als Jagdrevier. Heute haben sich diese Tiere an den Rummel des Großstadt-Parkes gewöhnt und erscheinen dem Menschen gegenüber schon fast zahm.

Der Name

“Phoenix” hat nichts mit der gleichnamigen Sagengestalt zu tun, sondern ist eine Abwandlung des irischen Wortes “fionnuisce“. Fionnuisce bedeutet “klares Wasser”.

Eigene Rechtslage

Seit 1925 hat der Phoenix Park eine eigene Rechtslage. Die Rangers des Parkes sind bevollmächtigt Personen zu verhaften, welche sich gegen die moralische Verordnungen des Parkes verhalten. Diese Verordnungen sind für die Öffentlichkeit einsehbar.

Hauptquartier der Polizei

Wenn man in den Park einfährt, sieht man auf der rechten Seite durch die Bäume ein grau/ockerfarbiges Gebäude. Das ist das Hauptquartier der irischen Polizei, welche von hier aus zentral geführt wird.

Sehenswürdigkeiten

Áras an Uachtaráin (Palast des Präsidenten)

Der Park beherbergt den Wohnsitz des irischen Präsidenten. Das Gebäude wurde 1754 für den Stellvertreter der englischen Krone gebaut und war bis zur Gründung des irischen Freistaates im Jahre 1922 dessen Wohnsitz.

Dubliner Zoo

Der Dubliner Zoo wurde 1830 gegründet und beherbergte innerhalb von einem Jahr 123 Tiergattungen. Heute sind dort 700 Tiere und tropische Vögel zu Hause. Der Zoo ist in der ganzen Welt für die hervorragende Löwenzucht bekannt.

 Wellington Monument

Bei dem Wellington Monument handelt es sich um einen 62m hohen Obelisk. Die Bauzeit betrug etwa 50 Jahre. Mit 62m ist das Wellington Monument das höchste Obelisk Europas. Es wäre sogar noch höher geworden, wenn die Bauherren nicht in Geldnot geraten wären.

Duke of Wellington

Der Duke of Wellington ist in erster Linie dadurch weltbekannt geworden, weil er mit Hilfe einiger Sachsen Napoleon bei der Schlacht um Waterloo erfolgreich die Stirn geboten hat. Manche ausländischen Besucher des Parks fragen sich, was es mit dem Wellington Monument tatsächlich auf sich hat. Gäste haben mich schon öfters gefragt warum die Iren einem britischen Feldmarschall ein solches Monument gebaut haben.
Die Antwort hierzu ist ganz einfach. Der Duke war kein Brite, er war Ire. Deshalb hat er die Schlacht gegen Napoleon ja auch gewonnen.

Seiner Beliebtheit in Irland hat er sich jedoch großen Schaden zugefügt. Auf seine irische Abstammung angesprochen, sagte der Duke im britischen Unterhaus, „in einem Stall geboren zu sein, macht einen Mann noch lange nicht zum Pferd“. Das haben ihm bis heute viele Iren nicht verziehen.

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Löwe im Gehege
Obelisk zu Ehren des Duke of Wellington

Cafe

Im Schatten des Besucherzentrums gibt es ein kleines Cafe/Teehaus. Es ist ein einzigartiges Paradies für Schleckermäulchen. Ob süß oder pikant, es ist für jede Geschmacksknospe etwas dabei. Man kann schön im Cafe, oder auch auf der Terrasse sitzen.

Besucherzentrum

Direkt hinter dem Cafe (quer über die Terrasse des Cafes), gibt es ein sehr interessantes Besucherzentrum. Das Besucherzentrum des Parks gibt Interessierten einen umfangreichen Einblick in die über 5.000 jährige Geschichte dieses Landstriches.

Befestigtes Turmhaus

In unmittelbarer Nachbarschaft des Cafes steht ein befestigtes Turmhaus. Dieses Turmhaus wurde im 16. Jahrhundert gebaut. Ganz besonders im 15. Jahrhundert hat in diesem Stil jeder gebaut, der etwas auf sich gehalten hat. Ob Landwirt, Handwerker, Händler oder Adelsfamilie. An der Größe des Hauses konnte man den Stand in der Gesellschaft ablesen. So wie heute auch. Die Häuser waren ausschließlich auf Sicherheit und nicht auf Komfort ausgelegt. Sie verfügten über Schlitzfenster, welche nicht viel Licht in das Gebäude ließen, dafür aber sicher waren.

Wenn man heute durch Irland fährt sieht man viel dieser Turmhäuser als Ruinen am Wegesrand stehen. Aber sie wurden während der letzten beiden Jahrzehnte auch immer wieder einem neuen Zweck zugeführt. In manchen diesen mittelalterlichen Gemäuern befinden sich heute Jugendherbergen, Restaurants, Museen, Wohnhäuser und vieles mehr.

Kinderspielplatz

Der Park verfügt auch über einen sehr guten Kinderspielplatz. Der Spielplatz ist in unmittelbarer Nähe des Cafes, bzw. Viktorianischen Garten.

Viktorianischer Garten

In unmittelbarer Nähe des Cafes befindet sich ein großer eingefriedeter viktorianischer Garten. Dieser Garten wird von den Betreibern des Cafes genutzt. Sie bauen dort ihre Kräuter, Gemüse, Obst und Zierpflanzen an. Der Garten lädt regelrecht zum flanieren ein. Besucher staunen oft über den enormen Wachstum der Pflanzen.

 

Papal Cross (Papstkreuz)

Im September 1979 kam Papst Johannes Paul II nach Dublin und feierte vor über einer Millionen Menschen eine Messe. Damals zählte Irland keine 3 Mio. Einwohner. Im Rahmen dieser Feierlichkeiten wurden an der Stelle ein 35m hohes stählernes Kreuz errichtet. Als der Papst 2005 verstarb, trafen genau an dieser Stelle zig-tausend Menschen ein, unter ihnen ein Priester. Es wurde spontan eine Messe gefeiert.

Farmleigh House

Farmleigh House gehörte einst der Guinness Familie. Diese verkaufte es letztendlich an den irischen Staat, welcher es als Gästehaus für Staatsgäste benutzt. Auch Königin Elizabeth II übernachtete dort während ihres 5-tägigen Staatsbesuches. Das Farmleigh House steht der Öffentlichkeit in der Regel offen. Es gibt englischsprachige Führungen und es lohnt sich wirklich eine solche Führung in Anspruch zu nehmen. Ferner verfügt das Anwesen auch über wunderschöne Gärten. Diese sind für die Öffentlichkeit kostenlos zugänglich. Das Haus und die Gärten sind natürlich nur dann zugänglich, wenn keine Staatsgäste dort residieren oder sonstige geschlossene Veranstaltungen stattfinden.