Ich habe mich schon so einige male gefragt, wer ich für meine Gäste eigentlich bin.

Der Fremde

Wenn meine Gäste mich erstmals treffen, bin ich natürlich zunächst einmal ein FremderEin Fremder, welchem sich der Gast anvertrauen soll. Sich einem Fremden anzuvertrauen ist natürlich schon ein großer Schritt. Was hat der Fremde im Sinn? Ist er freundlich? Erfüllt er meine Erwartungen?

Der Reiseführer

Für viele Gäste ist der Reiseleiter ein Reiseführer. Tatsächlich ist der Reiseführer das, was viele abends mit ins Bett nehmen um darin zu blättern. Nichtsdestotrotz ist es die Aufgabe des Reiseleiters den Wissensdurst des Gastes zu stillen und ist somit natürlich auch ein Reiseführer.

Die Mutter

Einige Gäste brauchen ganz besonders im Ausland, eine fürsorgliche Begleitperson. Jemand der in der Lage ist, den Gast behutsam an andere Gegebenheiten zu führen und schützend zur Seite zu stehen.

Der Vater

In seltenen Fällen brauchen Gäste auch schon einmal eine starke Hand. Jemand, der klare Linien setzt und dafür sorgt das zum Beispiel Abfahrtszeiten eingehalten werden, so das sich die Gäste am Ende eines Tages nicht gehetzt fühlen.

Der Berater

Getränkekunde, Einkaufstipps, Musiktipps, Ausgehtipps, kulinarische Beratung etc, Sie nennen es, Ihr Reiseleiter hilft Ihnen weiter.

Der Freund

Gäste sind im Ausland oft etwas nervös. Ein Reiseleiter ist natürlich dafür bekannt, dass er/sie gerne erzählt. Genauso wichtig ist es allerdings, dass der Reiseleiter auch zuhört. Oftmals öffnen sich Gäste nach einigen Tagen und teilen ihr Leben mit dem Reiseleiter. Sie schenken ihm Vertrauen. Hier nimmt der Beruf des Reiseleiters eine ganz besondere Form an. Die des Freundes.

Der Mensch

Diesen Teil verstehen viele Gäste nicht. Manchmal ist es tatsächlich so, dass Gäste denken sie haben den Menschen hinter dem Reiseleiter gemietet. So ist es zum Beispiel normal, dass ein Reiseleiter getrennt von der Gruppe isst. Der Mensch hinter dem Reiseleiter hat ein Leben außerhalb der Reiseleitung. So muss er private Kontakte, wie Familie und Freunde, pflegen. Er muss in der Lage sein eigene Gedanken zu haben und zu träumen. Er muss auch das, was er tagsüber mit seinen Gästen erlebt hat, verarbeiten.