Kategorie: Geschichte

Oster Aufstand 1916 – Freiheitskampf oder Terrorakt?

Amazon.de Widgets Es ist spannend den Wandel der irischen Gesellschaft mitzuerleben. Die Legitimität des legendären Osteraufstandes von 1916 zu hinterfragen, wäre bis vor wenigen Jahren noch undenkbar gewesen. Dieses Jahr, zum 100. Jahrestages dieses Ereignisses haben die Bürger und somit auch die Medien tatsächlich den Mut genau dies zu tun. Wenn man bisher immer von den Helden der Rebellen sprach, so fragt man jetzt auf einmal “und wer hat ihnen den Auftrag gegeben?”, bzw. “war es nötig so viel Blut zu vergießen?”, oder “wie lässt es sich rechtfertigen das diese Rebellen unbewaffnete Polizisten auf dem Gewissen haben?” und “warum mussten so viele Kinder sterben?” Rebellion ohne Mandat Kritiker behaupten heute, dass die Verantwortlichen, welche den Osteraufstand gelenkt hatten vom Volk nicht gewählt waren und somit kein Mandat hatten sich im Namen des irischen Volkes gewaltsam zu erheben. Befürworter des Aufstandes wiederum behaupten, dass diese Kritiker die Realität des damaligen Irlands nicht richtig einschätzen können. Irland im Jahre 1916 war kein demokratischer Staat, wo man die Bürger erst einmal befragen, oder gar zur Urne bitten konnte, um von ihnen den Auftrag erteilt zu bekommen um sich in ihrem Namen zu erheben. Die Befürworter behaupten auch, dass ohne diesen Aufstand, Irland unter Umständen heute noch nicht frei wäre. Es stimmt wohl, dass der Aufstand nicht zu einer unmittelbaren Befreiung Irlands geführt hat, aber die Wurzel dazu wurde gesetzt. Töten von unbewaffneten...

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Die irische Proklamation von 1916

100 jähriges Jubiläum Am 24. April 1916 (Ostermontag) wurde vom Portal des Dubliner Hauptpostamt von Patrick Pearse die irische Proklamation gelesen. Mit diesem Zuge riefen die Rebellen die Republik Irland aus. Der Tag ging als Oster-Aufstand in die Geschichte Irlands ein. Wie viele Köpfe tatsächlich hinter der Formulierung der Proklamation steckten ist heute leider nicht bekannt. Tatsache ist, dass 7 Männer das Dokument unterschrieben. Fakt ist auch, dass nicht alle der Unterzeichner mit dem Wortlaut der Proklamation einverstanden waren. Man geht heute davon aus, dass jeder der Unterzeichner etwas in diesem Schriftstück gefunden hätte womit er nicht einverstanden gewesen wäre. Wenn man...

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Kilbeggan Whiskey Brennerei

10Die Kilbeggan Whiskey Brennerei liegt in der Grafschaft Westmeath. Etwa auf halber Strecke zwischen Dublin und Galway. Bei der Brennerei handelt es sich teils um eine Mini Distillery und teils um ein Museum. 250 Jahre auf dem Buckel Im Jahre 1757 wurde hier erstmals der Betrieb aufgenommen. Fast 200 Jahre lang sollte hier erfolgreich Whiskey produziert werden, bis der Betrieb in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts eingestellt wurde. Zwischenzeitlich wurde das Gelände und die dazu gehörenden Gebäude vielseitig genutzt. Unter anderem gab es dort vorübergehend einen Gebrauchtwagen- und Reifenhändler. Vom Museum zur modernen Produktionsstätte In den 80er Jahren hat sich dann eine Gruppe Einheimischer zusammengetan um das Gelände als Museum wieder herzurichten. Das war in etwa zur gleichen Zeit, als nördlich von Dublin, in der Grafschaft Louth die Firma Cooley nach der ursprünglichen Rezeptur die Whiskeyherstellung des Kilbeggan Whiskeys wieder zum Leben erwachte. Zum 250. Jubiläum hat Cooley im Jahre 2007 mit der Produktion des Whiskeys auf der ursprünglichen Anlage begonnen. Im Dezember 2011 wurde die Cooley Brennerei von (Jim) Beam gekauft, welche wiederum vom japanischen Konsortium Suntory gekauft wurde. Menschen mit Leidenschaft Ein Besuch dieser Anlage wird alleine schon durch das dort tätige Personal belohnt. Diese Menschen teilen ihre Leidenschaft für das Anwesen liebend gerne mit Besuchern, ob ausländisch oder heimisch. Man kann sich entscheiden eine Selbstführung mit einem  deutschsprachigen Informationsmaterial zu unternehmen, oder man schließt sich einer...

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Muttertag

Irland feiert den Muttertag am 4. Sonntag der Fastenzeit. Genau drei Wochen vor Ostern. Obwohl in Irland dieser Tag heutzutage genauso gefeiert wird wie der uns bekannte Muttertag, hat der Muttertag hierzulande andere Hintergründe. Muttertag in Irland ist ursprünglich der “Mothering Day”, oder auch “Tag der Bemutterung”. Wobei der uns bekannte Muttertag auf einen in den USA entstandenen Gedenktag zurückgeht, hat der irische Tag der Bemutterung einen religiösen Hintergrund. Geschichte Während des 16. Jahrhunderts sind die Menschen in Irland zu ihrer Mutterkirche zurückgekehrt. In der Regel war das die Kirche in welcher man getauft worden war, oder die nächste Kathedrale. Dort wurde am 4. Sonntag der Fastenzeit, dem sogenannten Laetare Sonntag (Laetare = freue dich) ein Gottesdienst gefeiert. Der Laetare Sonntag markiert die zweite Hälfte der Fastenzeit und ist ein Fest der Freude. “Freut euch mit Jerusalem! Jubelt in der Stadt, alle, die ihr sie liebt. Seid fröhlich mit ihr, alle, die ihr über sie traurig wart. Saugt euch satt an ihrer tröstenden Brust, trinkt und labt euch an ihrem mütterlichen Reichtum!“ Bedienstete der Herrschaften bekamen an diesem Tag in der Regel einen Tag freigestellt um ihre Mutterkirche aufzusuchen. In der Regel besuchte man diese Gottesdienste mit der eigenen Mutter und anderen Familienmitgliedern. Im 16. Jahrhundert war das oft der einzige Tag wo Familien zusammen treffen konnten, da man oftmals in verschiedenen Regionen arbeitete und neben diesem Tag keine “Urlaubstage”...

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Parlamentswahlen 2016

Am 26. Februar 2016 werden in Irland Parlamentswahlen abgehalten. Es gilt 158 Sitze zu belegen. Insgesamt gibt es in der Republik Irland 40 Wahlkreise. Jeder Wahlkreis muss, je nach Größe, mindestens 3 Abgeordnete zur Zentralregierung in Dublin Schicken. Die Parteien vorgestellt Fianna Fáil Seit Bestehen der jetzigen Republik (1949) hat die Partei Fianna Fáil (die Republikaner) das politische Geschehen dominiert. Es war auch genau diese Partei, die weitläufig für den beinahen Ruin des Landes im Jahre 2010 verantwortlich gemacht wird. Während der Parlamentswahlen in 2011 wurde Fianna Fáil fast dem Erdboden gleich gemacht. Hatten sie bei den Parlamentswahlen 2007 noch  mit 41,6% der Stimmen 80 Sitze gesichert, so hatten sie 2011 mit 17,4% noch 20 Sitze. Das schlechteste Ergebnis seit Bestehen der Partei. Erneuerung mit alten Gesichtern Viele der ehemaligen harten Fianna Fáil Wähler haben der Partei die Misswirtschaft während ihrer 16-jährigen Amtszeit nicht verziehen. Angeblich hat sich die Partei grundauf erneuert. Das ist für die irischen Wähler schwer nachzuvollziehen, denn viele der Kandidaten für das neue Parlament, sind alte Kameraden aus alten Zeiten. Trotzdem scheint sich die Partei im Aufwind zu befinden. Das mag ganz besonders mit den schwierigen politischen Entscheidungen der letzten Regierung zu tun haben. Sie hatten beim Einzug ins Parlament die Trümmer von Fianna Fáil aufgefunden und mussten nun versuchen das Land neu aufzubauen. Sinn Féin 1918 war Irland noch Teil des Vereinigten Königreiches (UK). Als 1918 im UK parlamentarische Nationalwahlen stattfanden,...

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