Irische Küsten erfreuen sich 24 verschiedener Delfin- und Walarten. Es ist ein Erlebnis sie von der Küste zu beobachten. Leider kommt man in letzter Zeit noch viel näher an die Tiere. Jedoch sind sie tot.

In den vergangenen zehn Tagen strandeten vier Pottwale in Irland. Es gibt viele Gründe für Strandungen – nicht selten handelt es sich um Tiere die ihr natürliches Lebensende erreicht haben. Wie wir wissen, verendeten in der jüngsten Vergangenheit viele Wale an Vergiftungen. Ganz besonders durch die Aufnahme von Plastikmüll, welchen wir Menschen zu verantworten haben.

Doch die vier gestrandeten Wale hatten weder ihr natürliches Lebensende erreicht, noch sind sie durch Plastikmüll vergiftet worden. Obduktionen haben ergeben das die Tiere nicht nur keinen Plastikmüll im Magen hatten, sondern darüberhinaus kaum Nahrung. Nahrung gibt es im Nordatlantik genug. Warum also hatten sie diese nicht im Magen?

Lärmverschmutzung ist nicht zu unterschätzen

Neben unserer Leidenschaft für Plastik, welches letztendlich in der
Nahrungskette von Mensch und Tier landet, sind wir auch für die Lärmverschmutzung unserer Ozeane verantwortlich.

Irische Fachleute haben den Verdacht, dass die Tiere vor ohrenbetäubenden Geräuschen geflohen sind. Geräusche, ausgelöst von hauptsächlich britischen Marineeinheiten. Sie setzen sogenannte Sonar Signale aus, welche in Form von Echoortungen potentiell feindliche Hohlgefässe (wie Unterwasserfahrzeuge) aufspüren sollen.
Untersuchungen haben ergeben, dass Wale panikartig auf diese Signale reagieren. Sie tauchen ab und irren durch den Ozean. Während dieses fluchtartigen Verhaltens fressen sie nicht. Deshalb die fast leeren Mägen der Tiere.

Im August und September vergangenen Jahres sind 13 Schnabelwale in Irland gestrandet. Auffällig bei den Strandungen der Pottwale ist das es allesamt weiblich sind. In der Regel finden wir ganz besonders bezüglich der Pottwale vorrangig männliche Tiere in irischen Gewässern.