Die wirklichen Nationalsportarten Irlands sind mit Gewissheit Hurling und Gaelic Football.

Hurling, vielleicht die schnellste Feldsportart der Welt (siehe Videoclip) verschleißt mehr Eschenholz, als man in Irland anbauen kann. Das harte, dennoch biegsame Holz eignet sich vorzüglich für die Spiel-Schläger (auch Hurls oder Hurlies genannt), womit die Hurler den Ball, bzw. den Gegner, schlagen.

Traditionell hatten die Iren keine Probleme das Holz zu genüge anzubauen. Doch wie überall in der Wirtschaft versuchte man auch hier die Beschaffungskosten zu senken. Es wurde Eschenholz aus Mitteleuropa eingeführt. Das Holz war nicht besser als das irische. Es war etwas härter und nicht unbedingt das was sich der irische Hurlingspieler gewünscht hätte. Aber, es war ein Versuch wert.

Leider wurde mit dem Holz auch das “Falsche Weiße Stängelbecherchen” importiert. Der Pilz, der bereits 1978 erstmals in Mitteleuropa auftauchte hat sich somit seit 2012 auch auf der grünen Insel verbreitet.

Irische Bauern, die groß in Eschenholzanbau investiert hatten, da sie sich ihrer Abnehmer sicher sein konnten, kämpfen nun ums wirtschaftliche Überleben. Notgedrungen, müssen die Hurling Hersteller nun auf Eschenholz aus Europa, nämlich den Niederlanden, ausweichen. Das holländische Holz ist immer noch härter und nicht wirklich das was sich die Spieler und Hersteller wünschen, aber die Iren sind momentan nicht in der Lage den irischen Bedarf aus eigener Kraft zu decken. Das irische Eschenholz aus heutigen Anbau wird oftmals zu Brennholz.

Bereits in den 70er Jahren haben die Iren mit dem Gedanken Hurlies aus Plastik zu fertigen gespielt. Es wurden sogar Schläger an Spieler zum testen verteilt.

Das Urteil: Unbrauchbar.

Die Plastikschläger haben eine derartige Vibration erzeugt, dass Spieler eine Art Schock im Arm und in der Schulter erlebten. Seither hat man immer wieder versucht neue Kunststoffschläger zu entwickeln, aber an den Eschenholz-Schläger ist soweit niemand herangekommen.

Der Schläger dient auch dazu den Gegner aus dem Weg zu schaffen (inoffiziell)