Im Rahmen eines Volksentscheides stimmten am 25. Mai 2018 66,9% der Iren für die Legalisierung von Schwangerschaftsabrüchen.
Im Januar 2019 ist dieses Gesetz nun auch in Kraft getreten.

Jetzt heißt es nur noch einen Arzt zu finden, welcher eine Schwangerschaft abbricht. Kein Arzt muss eine Schwangerschaft abbrechen.

Anfang Januar gab es in den Grafschaften Sligo, Leitrim, Carlow und Offaly keinen einzigen Hausarzt der sich bereit erklärte eine Abtreibung durchzuführen. Das heißt das in vier von 26 Grafschaften keine solche Leistung besteht.

Von den landesweit 200 Hausärzten die sich dazu bereit erklärten, haben 112 erklärt das sie dazu keine neuen Patientinnen aufnehmen. Sie würden nur Patientinnen bedienen, die bereits bei ihnen registriert sind.

Die Anti-Abtreibungs Lobby gibt nicht auf. Der Datenschutz wurde z. B. gebrochen, indem Mitarbeiter einer Klinik Abtreibungsgegnern die Telefonnummern von abtreibungswilligen Frauen gegeben haben und diese daraufhin eingeschüchtert wurden. Ärzte die sich dazu bereit erklärt haben Schwangerschaftsabrüche durchzuführen wurden vereinzelt belagert. Frauen die zu diesen Ärzten wollten wurden abgefangen und angesprochen.
Auch eine amerikanische Organisation (Sidewalk Advocates for Life) soll angeblich in Irland aktiv werden wollen.

Das ist nicht wie sich die Befürworter geregelter Schwangerschaftsabrüche das ganze vorgestellt hatten.

Die Frauen Irlands fühlen sich verunsichert. Schwangerschaftsabbruch ja, aber… was erwartet sie?