Das anhaltende nasse Wetter macht den irischen Landwirten ernsthaft zu schaffen. Tiere die eigentlich auf der Weide stehen sollten, befinden sich entweder in Ställen bzw. auf Weiden ohne ausreichend Gras. Große Teile der irischen Weiden sind so durchnässt, dass die Tiere regelrecht im Schlamm versinken. Das außergewöhnlich kalte Wetter hindert einen vernünftigen Graswuchs. Die Silagevorräte sind erschöpft. Jetzt wird in großen Mengen Heulage und Silage aus dem Ausland importiert. In erster Linie aus dem Vereinigten Königreich und Frankreich. Die einzige Lösung zu diesem Problem ist eine Besserung der Wetterlage.

Den irischen Bauern steht das Wasser sprichwörtlich bis zum Hals. Das importieren des Futters schlägt sich natürlich finanziell nieder, aber nicht nur das. In erster Linie geht es um das Wohlbefinden der Tiere. Wenn sie tagein tagaus im Schlamm stehen und nicht ausreichend Nahrung haben, werden sie krank und verenden letztendlich. Davon abgesehen, dass kein Landwirt möchte das es seinen Tieren schlecht geht, die Tiere sind darüber hinaus auch das Kapital eines landwirtschaftlichen Betriebs. Wenn das Kapital stirbt, stirbt der Hof.

Das letzte mal hatten wir eine ähnliche Situation im April 2013. Seinerzeit sind in kürzester Zeit 22.000 Tiere auf den Weiden Irlands ums Leben gekommen.

Nach solchen Berichten erhalte ich immer Emails von netten Lesern, welche helfen wollen. Das ist wirklich sehr lieb und sagt viel über die Hilfsbereitschaft meiner Leser aus. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bedanken.
Ich versichere jedoch, dass die Iren sehr gut in der Lage sind die Probleme mit welchen sie momentan kämpfen, in den Griff zu bekommen. Die Iren sind ein sehr soziales und hilfsbereites Volk.