Laut einem Bericht von Sky News, haben die Briten keinerlei Pläne für einen Ausstieg aus der EU Zollunion. Aus Geheimdokumenten geht hervor, dass die Briten sich wohl mit dem Thema beschäftigt haben, aber zu dem Entschluss gekommen sind, dass es diesen Ausstieg nicht geben kann. Grund – Großbritannien hat überhaupt nicht die Einrichtungen um in ihren Häfen, bzw. am Eurotunnel den Verkehr und den Warenverkehr zu kontrollieren.

Fest steht auch, dass weniger als ein Jahr bis zum geplanten Brexit und dem damit verbundenen Ausstieg aus der Zollunion, keine britischen Grenzbeamten diesbezüglich geschult werden. Auch hat man noch keine einzige Schaufel an einem der internationalen Häfen im Vereinigten Königreich gesehen. Denn sollten die Briten tatsächlich die Zollunion verlassen, so müssten sie Waren die nach Großbritannien eingeführt werden, bzw. die die Insel verlassen, kontrolliert werden. Dies ist immerhin einer der ausschlaggebenden Gründe für Brexit gewesen. Fakt ist, dass es in den Häfen Großbritanniens überhaupt nicht den Platz gibt um solche Einrichtungen zu bauen. Ohne den Bau dieser Einrichtungen hätten Grenzkontrollen, wenn sie auch noch so sporadisch wären, verheerende Konsequenzen. Alleine wenn man jeden LKW nur zwei Minuten kontrollieren würde, würde es auf beiden Seiten der Grenze zu stehenden Fahrzeugkolonnen von etwa 27 km kommen.

Für Brexit! Oder doch dagegen?

Peter MacSwiney ist der Vorsitzende des Komitees (JCCC) welches eine beratende Funktion in der britischen Regierung hat wenn es um Zoll- und Grenzverkehr geht. Das Komitee hat hochrangige Mitglieder aus der britischen Wirtschaft. Peter MacSwiney hat nach eigenen Angaben im Rahmen des Brexit Referendums für Brexit gestimmt. Jedoch nicht für ein Brexit wie es momentan dargestellt wird. Der reibungslose Handel mit der EU ist unabdingbar. Nicht nur für die britische Wirtschaft, sondern auch für die Bürger Großbritanniens.

Keine Grenzkontrollen und keine Zollunion?

Im Dezember vergangenen Jahres versprachen die Briten das es in Irland keine harte Grenze geben würde. Irland würde nach einem Brexit die einzige EU Landgrenze mit dem Vereinigten Königreich haben. Im gleichen Atemzug erklärten die Briten aber auch, dass sie aus der EU Zollunion aussteigen würden. Ein Widerspruch in sich. Die Iren beobachten die fehlenden Handlungen der Briten sehr genau. Denn sollten die Briten tatsächlich nicht auf einen Ausstieg aus der Zollunion hin arbeiten, kann Brexit so wie geplant, nie stattfinden.