Irische Gräber sind auf Ewigkeit. Nicht zeitlich begrenzt, sodass sie nach einer gewissen Anzahl von Jahren ausgehoben werden und für immer verschwinden.
In Irland dreht sich alles um die Familie und das nicht nur zu Lebzeiten. Manche Gräber Irlands sind Jahrhunderte alt – irgendwann einmal angelegt von Vorfahren. Hier liegt die Familie. Wenn man soweit ist, legt man sich dazu.

Irische Friedhöfe haben Atmosphäre

Der größte Friedhof Irlands, Glasnevin in Dublin, beherbergt 1,5 Mio. Tote. Das ist mehr als es in Dublin Einwohner gibt. Manche Gräber sind so alt, dass es gar keine Nachfahren mehr gibt, die sich um die Pflege der Grabanlagen kümmern. So kann es für den ausländischen Betrachter erscheinen als seien die Friedhöfe Irlands ungepflegt. Das sind sie nicht. Sie sind nur anders gepflegt und gewürdigt, als anderswo in Europa.

Inzwischen kann man sich in Irland auch kremieren lassen. Man kann die Asche seiner Geliebten sogar mit nach Hause nehmen. Viele Iren haben die Asche ihrer Geliebten auf dem Kaminsims sitzen. Andere verstreuen die Asche ihrer Verstorbenen an besonderen Orten, die sie mit ihren Geliebten in Verbindung bringen.

Einäscherung ist keine Seltenheit mehr