Irland für Liebhaber

In der Regel ist es so das die meisten Besucher ihren Weg während der Hauptsaison nach Irland finden. Das ist auch okay, aber die wirklich Eingemachten – der harte Kern der Irland-Liebhaber – finden ihren Weg auch während der “dunklen” Jahreszeit auf diese wunderschöne Insel. Irland ist nicht nur für den Frühling und Sommer für den Gast da. Es gibt keinen Winterschlaf. Sogar die Eichhörnchen wissen das.

Weihnachten ist eine Art Hauptsaison

Klar, wenn man zwischen Ende Oktober und Mitte März nach Irland kommt, haben ganz besonders im Westen der Insel viele Lokale etc. geschlossen. Diese Lokale braucht man auch nur zu Zeiten der Hauptsaison – wo sonst würden die ganzen Besucher essen gehen? Auch viele Hotels und Bed and Breakfasts schließen während der Herbst- und Wintermonate – sie werden einfach nicht benötigt. Es gibt aber immer noch genügend Fremdenbetten, auch außerhalb der Hauptsaison und das sogar, für irische Verhältnisse, recht günstig.
Auch Flüge sind im Winter in der Regel billiger zu haben als zur Hauptreisezeit. Wenn wir über saisonale Gegebenheiten reden, müssen wir jedoch berücksichtigen, dass die Weihnachtszeit auch mit zur Hauptreisezeit gehört. Iren die im Ausland leben kommen nach Hause um Weihnachten mit ihren Familien zu verbringen und das sind eine ganze Menge Menschen die fleißig ein- und ausfliegen und Autos mieten.

Alleine auf der Insel

Gerade in den touristischen Hochburgen entlang der Westküste, hat man im Winter das Gefühl Irland wieder für sich zu haben. Die Menschenmassen sind weg. Die wenigen Einzelreisenden sind willkommen. Sie wissen was sie suchen – sie suchen das wirkliche Irland. Bitte nicht falsch verstehen, auch das Irland der Hauptsaison ist das wahre Irland. Nur zeigt es ein anderes Gesicht.

Als Besucher findet man während der Neben-, Zwischen- und Nachsaison alles was man braucht und sogar noch mehr. Man kann argumentieren das es im tiefsten Winter um 16 Uhr dunkel ist. Das mag wohl so sein. Aber anstatt der Sonne, strahlt einen dann ein loderndes Feuer, aus einem offenen Kamin im gemütliche irischen Pub, ins Gesicht. Das hat auch etwas.
Auch die Museen und Galerien Irlands haben weit nach dem winterlichen Sonnenuntergang noch ihre Pforten geöffnet. Es hat was, wenn man während der Wintermonate das meiste aus den wenigen hellen Stunden holt. Es hat auch etwas wenn man das Gefühl hat, alleine auf der Insel zu sein.

Irland die grüne “Wüste”

Irland ist ganz besonders im Winter ein Paradies für Menschen die einfach einmal Ruhe suchen. Weg vom Trubel Mitteleuropas. Ich sehe Irland so ein bisschen als eine Art Wüste. Nicht weil es hier nichts gibt im Winter, im Gegenteil – es gibt genug zu tun. Nein, weil Irland im Winter so leer ist. Auf der einen Seite ist die Insel eine Wüste, auf der anderen Seite eine Oase für die Sinne. Es gibt endlos viele Wanderwege – ob entlang der Küste oder durchs Gebirge. Auch frühchristliche oder prähistorische Stätten sind oft kostenlos für den Besucher zugänglich.

In zwei Stunden bist Du hier

Tatsächlich ist Irland ein Ziel für alle Jahreszeiten. Es kommt immer darauf an was man genau sucht. Deshalb rate ich jedem Irland-Liebhaber diese wunderschöne grüne Insel im Winter nicht links liegen zu lassen. Die Tasche ist schnell gepackt und der Flug dauert keine zwei Stunden und schon bist Du hier, in Irland.