Seit vielen Jahren werden ganz besonders die größeren Städte wie Dublin, Limerick, Galway und Cork video-überwacht. Für die Iren kein Problem. Im Allgemeinen macht man sich keine Sorgen bezüglich des Datenschutzes. Immerhin werden alle Bürger gleichermaßen überwacht. Es geht um Sicherheit. Für die irischen Behörden steht fest das die Angst vor Straftaten höher ist, als tatsächlich verübte Straftaten.

Vielen Touristen fällt auf Anhieb auf, dass in den Städten an jeder Ecke eine Kamera auf sie starrt. Auch mittelgroße Ortschaften, wie Wexford und Waterford wurden bereits video-technisch erschlossen. Jetzt geht es auf die Dörfer.

Duleek mit einer Bevölkerung von unter 3.500 Seelen hat kürzlich 11 Überwachungskameras installiert. Alle Zufahrtsstraßen, die Hauptgeschäftsstraße und andere strategisch kluge Abschnitte werden rund um die Uhr überwacht. “Kriminelle haben bei uns keine Chance” meinte der Projektleiter. Die Kameras wurden durch eine Bürgerinitiative gekauft und installiert. Duleek hat sich mit Donore (760 Einwohner) zusammengeschlossen. In Donore wurden im gleichen Atemzug 3 Kameras in Betrieb genommen, welche die drei Zufahrtstraßen in das Dorf überwachen.

Duleek und Donore sind nur der Anfang. Andere Dörfer werden folgen.

Kriminalität spielt nicht nur in Irland in den Ballungsgebieten eine größere Rolle als auf dem Land. Über die vergangenen Jahre sind jedoch vereinzelt, entlegen lebende Menschen, Straftaten zum Opfer gefallen. Diese Fälle machten Schlagzeilen. Tatsächlich lebt man im ländlichen Irland ziemlich sicher.
Die irische Landbevölkerung macht den Autobahnbau für den Anstieg der ländlichen Straftaten verantwortlich. Kriminelle die sich in der Vergangenheit auf ihr Umfeld konzentrierten haben ein neues Wirkungsfeld gefunden. Viele Bürger fordern daher, Autobahnausfahrten mit Überwachungskameras zu bestücken.