Die Iren sind schon immer dafür bekannt gewesen, dass sie über Weihnachten einer regelrechten Kauflust verfallen. Viele Eltern nehmen Schulden auf, welche sie über das kommende Jahr abzahlen, um dann pünktlich zur nächsten Weihnacht wieder in die Schuldenfalle zu tappen.

Für die Weihnachtseinkäufe 2017 rechnen die irischen Banken damit, dass ein Ire im Schnitt 950€ für Geschenke, Weihnachtsschmuck, Essen und Getränke ausgibt. Während der letzten Wirtschaftskrise, von welcher sich die Iren insgesamt noch nicht erholt haben, schrumpfte der Betrag zwischenzeitlich auf etwa 370€ pro Kopf.

Online-Kauf im Vordergrund

Wobei 2015 etwa 37% aller Einkäufe online getätigt wurden, rechnet man 2017 mit etwa 75%. Das ist ein 50%iger Anstieg in nur zwei Jahren.
Aufgrund des schwachen Pfund Sterling, machen sich viele Iren auf nach Nordirland um so gewaltige Preisvorteile in Anspruch zu nehmen. Trotz zeitlichen Aufwand und den damit verbundenen Treibstoffkosten, sparen die Iren ganz besonders bei größeren Anschaffungen eine Menge Geld.

All dies macht dem irischen Einzelhandel zu schaffen. Die wenigsten der kleinen Läden haben sich dem Online Zeitalter angepasst und müssen zuschauen wie die Kaufkraft der irischen Konsumenten anderswo zum Einsatz kommt. Die meisten großen Händler haben ihre Online Präsenz ausgebaut. Oftmals ist es heute in diesen Läden so, dass sie nur noch einen Teil des ihres gesamten Sortiments dem Kunden aushändigen. Immer öfters schaut sich der Kunde im Laden ein Produkt an und der Verkäufer lässt die Ware per Mausklick kostenfrei nach Hause schicken. So kann auch im Zeitalter des Online-Kaufs der tatsächliche Händler “zum anfassen” erhalten bleiben.