Organisierter Rechtsextremismus gibt es als solches in Irland nicht. Im Februar 2016 hat sich die deutsche Vereinigung PEGIDA versucht in Irland niederzulassen.

Noch vor der geplanten öffentlichen Ansprache des Anführers dieser Gruppe, kam es zu Massendemonstrationen in der Dubliner Innenstadt. Auch wurden einige PEGIDA Anhänger durch die Straßen Dublins getrieben. Es kam nie zu der geplanten Ansprache. Seither hat man in Irland nichts mehr von PEGIDA gehört.

Eine irische Vereinigung, welche unter Umständen als rechtsradikal einzustufen ist heißt Identity Ireland. Diese Gruppierung war bei der letzten Nationalwahl im Jahr 2016 eine eingetragene Partei. Hat allerdings auf der gesamten Insel keine 200 Stimmen erhalten.

Natürlich gibt es auch Menschen, welche politisch sehr rechts orientiert sind. Allerdings ist das kein wirkliches Problem in Irland. Die Iren mögen ein sehr nationalistisches Volk sein. Das heißt aber nicht gleichzeitig faschistisch.

Auch in Irland gibt es gelegentlich Übergriffe oder beleidigende Bemerkungen Ausländern gegenüber. Organisiert ist dies jedoch nicht.  Manche Iren tun sich mit der neuen Identität als Einwanderungsland schwer. Über viele Jahrzehnte sind Menschen von der Insel geflohen, um anderswo ihr Glück zu finden. Das, seit der Jahrtausendwende Irland auf einmal ein Land ist, wo Menschen anderer Regionen dieser Welt ihr Glück finden wollen, ist für einige Iren schwer nachzuvollziehen.

Ich sage ganz bewusst “einige” oder “manche” Iren. Der Ire als ist grundsätzlich ein sehr aufgeschlossener und herzlicher Mensch. Die meisten der wenigen Iren, welche sich mit Fremden schwer tun, gehören der unteren Bildungsschicht an.