Vor etwa 10.000 Jahren war mindestens 80% der Gesamtfläche Irlands bewaldet. Die ersten Siedler rodeten kleine Flächen. Über die folgenden Jahrtausende wurde mehr und mehr Holz für wirtschaftliche Gründe geschlagen. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts gab es kein Aufhalten mehr. Das ging bis in’s frühe 18. Jahrhundert. Ab dem frühen 18. Jahrhundert haben britische Großgrundbesitzer wieder begonnen ihre Flächen zu bewalden. Doch das war nicht von Dauer. Als es ab dem späten 19. Jahrhundert zu den lang überflüssigen Landreformen kam und die katholische irische Landbevölkerung Parzellen als Eigentum bekamen, waren diese Flächen sehr klein. Um wirtschaftlich das meiste aus diesen Flächen zu holen, haben sie etwaige Bäume oder gar Wälder entfernt.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts waren nur noch ca. 1% der Gesamtfläche Irlands bewaldet. Ab den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde man sich über die Bedeutung der fehlenden Wälder bewusst und begann wieder mit dem Aufforsten. Seitdem wurde eine scheinheilige Aufforstung betrieben. Es sind immer wieder staatliche Bezuschussungen vom Staat geflossen um es den Landeigentümern schmackhaft zu machen, aufzuforsten. Tatsächlich ist es aber so, dass zwischen 60% und 70% der Gesamtfläche Irlands zwar tatsächlich landwirtschaftliche Nutzfläche ist, diese aber zu über 80% zur Viehhaltung genutzt wird. Es gibt keine lukrativere Nutzung der Flächen als Weideland.

Heute ist etwa 8% der Fläche Irlands bewaldet. Dies steht einem EU Schnitt von 31% gegenüber. 81% der irischen Wälder dienen allerdings in erster Linie der Holzwirtschaft. Wenn diese Wälder einen gewissen Reifegrad erlangt haben, werden sie kahl geschlagen. Nur etwa 18% der gesamten Waldfläche Irlands dient der Freizeitgestaltung.

Etwa 60% aller Bäume Irlands sind Sitkafichten. Diese Fichten wachsen in irischem Boden, aufgrund der klimatischen Bedingungen, etwa dreimal so schnell wie im europäischen Schnitt. 24% aller Bäume machen andere Nadelbäume aus, während der Rest (16%) aus Laubbäumen besteht.

200 Mio. Euro Investition

Bei dieser Investition handelt es sich in erster Linie um eine Investition der finnisch/amerikanischen Kapitalgesellschaft Dasos mit 112 Mio. €. Unterstützt wird das Projekt durch die Europäische Investitionsbank (EIB) mit 28,5 Mio. € und dem Ireland Strategic Investment Fund mit 55 Mio. €. Man rechnet mit weiteren Investoren, sobald das Projekt einmal läuft. Bei dieser Investition konzentriert man sich in erster Linie auf die kommerzielle Holzproduktion.

Weitere 90 Mio. Euro für Coillte

Die EIB hat ferner weitere 90 Mio. € der irischen staatlich-kommerziellen Einrichtung Coillte zugesagt. Mit diesem Geld sollen 35.000 ha Fläche wieder aufgeforstet werden. In diesem Zusammenhang sollen auch 1.600 km Waldstraßen gebaut werden. Die Wälder sollen zwar letztendlich auch der Holzwirtschaft dienen, zwischendurch aber der Freizeitgestaltung zugute kommen.
Teile der Investition sollen in ca. 440.000 ha bestehende Coillte Waldflächen fließen. Hier sollen Spazierwege und Mountain Bike Wege ausgebaut und verbessert werden.