Vor einem Jahr berichtete ich über eine Schießerei im Dubliner Regency Hotel und äußerte im Rahmen des Beitrages das es wahrscheinlich der Anfang einer Reihe von Vergeltungsschlägen sein wird. Ein Jahr später zählen wir in diesem Zusammenhang 11 Tote. Fast jeden Monat wurde eine Person regelrecht hingerichtet. Manchmal auch zwei. Hier handelt es sich um zwei Familien (Clans). Auf der einen Seite haben wir die Kinehans und auf der anderen Seite die Hutch. Die Kinehan Gang geht jetzt soweit das sie auf Gerry Hutch eine Millionen Euro Kopfgeld ausgesetzt haben. Sie wollen ihn lebendig, um ihn zu Tode zu foltern.

Diese beiden Familien schmuggeln und handeln mit Drogen und Waffen. Auch Prostitution ist für sie ein lukratives Geschäft. Hier kamen sie sich in die Quere.

Die Polizei hat währenddessen ihr Vorgehen gegen diese organisierte Kriminalität intensiviert. So wurden in den vergangenen zwölf Monaten 456 Schusswaffen, 2,2 Mio. Euro Bargeld, illegale Drogen mit einem Marktwert von 64 Mio. Euro und 93 hochwertige Fahrzeuge eingezogen. Ferner wurden 2 Mio. Euro Steuern eingezogen und Bankkonten mit 3,8 Mio. Euro stillgelegt. Insgesamt gab es in diesem Zusammenhang 22.428 bewaffnete Straßensperren. Langsam merken die Gangster das die Polizei ernst macht.

Eine recht neue, aber sehr wirksame Entwicklung, ist die Zusammenarbeit mit anderen europäischen Polizeieinheiten. Die irische Polizei arbeitet in Spanien und den Niederlanden mit den jeweiligen Beamten vor Ort zusammen und die Beamten aus diesen Ländern kommen und arbeiten mit ihren irischen Kollegen.

Erfolge lassen sich auf der Straße nicht messen

Dubliner Sozialarbeiter jedoch bezweifeln das die Polizei tatsächlich wirkliche Erfolge erzielt. Der Drogenhandel blüht nach wie vor. Jede beliebige Droge kann man fast an jeder Straßenecke käuflich erwerben, so heißt es.

Der Kampf geht weiter

Noch ist der Kampf nicht gewonnen. Der Krieg der Familien geht weiter und so auch der Kampf der Polizei gegen diese organisierte Kriminalität. Wie viele dieser kriminellen Banden in Irland agieren, wollte die Polizei nicht beantworten.