Seit über zwanzig Jahren ist es Tradition das der irische Premierminister zum St. Patrick’s Tag nach Washington eingeladen wird um dem jeweiligen US-Präsidenten eine Schale voller Kleeblatt zu überreichen. Auch Präsident Donald Trump hat bereits kurz nach seinem Wahlsieg Enda Kenny, den derzeitigen irischen Premierminister, im Jahr 2017 für dieses Ritual eingeladen. Diese Einladung wurde nach dem offiziellen Amtsantritt vom Präsidenten bestätigt und von der irischen Regierung angenommen.

Seit Präsident Trump vor wenigen Tagen die fragwürdigen Maßnahmen bezüglich der Einreisebeschränkungen in die USA erlassen hat, werden in Irland Stimmen laut das der irische Regierungschef Farbe bekennen soll und den Besuch, als politisches Zeichen der Ablehnung, absagen soll. Enda Kenny jedoch verteidigt seinen geplanten Besuch als politisch äußerst wertvoll. Unter den über 190 Ländern dieser Welt, ist Irland das einzige Land mit einem so guten Zugang zum Weißen Haus und diesen Zugang möchte man sich nicht versperren. Laut irischer Regierung kann man keine Politik der geschlossenen Türen betreiben und gleichzeitig Gehör finden.

Eine Social Media Seite hat übers vergangene Wochenende über 12.000 “Unterschriften” gegen den Besuch gesammelt. Sie fordern einen Boykott dieses Ereignisses. Was die Betreiber der Social Media Seite jedoch versäumt hatten zu erwähnen war, dass die “Unterschriften” nicht auf Iren beschränkt waren. Die 12.000 Gegner des Besuchs stammen aus der ganzen Welt.