Entstehung

Vor etwa 600 Mio. Jahren gab es einmal zwei Inseln, welche auf der Höhe des heutigen Südafrikas lagen. Über einen Zeitraum von etwa 150 Mio. Jahren, bewegten sich diese beiden Inseln Richtung Norden und auf dem Weg fanden sie zueinander. Ein deutscher Politiker sagte einmal “was zusammen gehört, dass wächst zusammen”. Während dieses “Zusammenwachsens” kam es zu gewaltigen Erdplattenverschiebungen von Nordost nach Südwest. Diese Erdplattenverschiebungen sind mitunter der Ursprung vieler irischer Gebirgszüge und der Steilklippen entlang der Westküste.

Allgemeines

Die Cliffs of Moher sind ein absolutes Spektakel. Hier merkt man erst einmal wie klein wir wirklich sind. Bis zu 214 m ragen sie steil aus dem Atlantik und erstrecken sich über eine Länge von 8 km. Die Klippen können in zwei Richtungen begangen werden. Beide Richtungen sind sehr reizvoll. Entlang der Steilklippen nisten gerne Meeresvögel. Wenn man genauer hinschaut, findet man dort auch Exoten wie Trottellummen und Papageitaucher. Entlang der Küsten Irlands tümmeln sich auch gerne 24 Delfin- und Walarten. Von den Klippen erkennt man auch oft die drei nahe gelegenen Aran Inseln. Die Inseln kann man von Doolin sehr gut erreichen.

O’Brien Tower

Der an den Klippen befindliche O’Brien Tower, wurde 1835 als erstes Besucherzentrum eröffnet. Dort kann man theoretisch gegen ein Obolus von 2 € empor kraxeln, jedoch sieht man von dort oben nicht mehr als wenn man es nicht tut.

Küche etwas schwach

Die Klippen verfügen über ein super modernes Besucherzentrum, welches dezent in die Hügellandschaft integriert wurde. Dort gibt es zwei kostenlose öffentliche Toiletten. Eine im Erdgeschoss und eine im Obergeschoss. Ferner gibt es dort zwei Cafés und ein Restaurant. Alle gastronomische Einrichtungen werden von der selben Küche versorgt und entsprechen nicht wirklich der irischen Qualität. Es ist ein bisschen wie ein Glücksspiel. Mal hat man Glück und mal hat man Pech. Da die Preise eher hoch anzusiedeln sind, empfiehlt es sich vor oder nach dem Besuch in entweder Lahinch oder Doolin zum Essen einzukehren.

Kunst vom Erzeuger

Abgesehen vom Souvenirladen im Besucherzentrum, gibt es auf dem Gelände auch viele nette kleine Kunsthandwerklädchen. Diese Läden sind zwischen KFZ-Parkplatz und Besucherzentrum zu finden. In diesen Läden sitzen die Künstler selber und bieten ihre Produkte an. Der dort ansässige Musikläden ist einer der best sortierten Musikläden bzgl. traditioneller irischer Musik. Dort kann man sich Alben auch vor dem Kauf anhören.

Parkplätze und Eintritt

Durch die dort geltenden Parkverbotsregelungen wird man regelrecht dazu gezwungen den sehr großzügigen Parkplatz der Klippen anzufahren. Die Parkgebühren lassen sich über die Internetseite der Cliffs of Moher abfragen. Falls man gerne zu Fuß unterwegs ist, kann man das Fahrzeug auch etwas weiter weg parken und die Klippen zu Fuß besuchen. Manchmal passiert es das man beim Betreten des Geländes nach einer Eintrittskarte gefragt wird. Zum Besuchen der Klippen braucht man keine Eintrittskarte – also durch dies Machenschaften nicht in die Irre führen lassen. Allerdings darf man angeblich ohne Eintrittskarte die Einrichtungen (Cafés, Souvenirladen inklusive) so wie Toiletten nicht benutzen. Ganz ehrlich, niemand kontrolliert Eintrittskarten auf dem Weg zur Toilette.

Überlaufen

Die Cliffs of Moher sind mit über 1 Mio. jährlichen Besuchern einer der meist besuchten Stätten Irlands.
Der Ring of Kerry und die Cliffs of Moher haben etwas gemeinsam. Irland-Besucher glauben das sie Irland nicht gesehen haben, falls sie diese beiden Punkte nicht angefahren haben. Falsch. Da ist so viel mehr zu Irland als diese beiden Programmpunkte. Wie ich auf der Seite des Ring of Kerry beschrieben habe, gibt es im Süden der Insel fünf Halbinsel und das Iveragh Peninsula ist tatsächlich nur eine davon. Wenn man wirklich spektakuläre Klippen sehen möchte, sollte man nach Donegal fahren. Dort kann man mit den Slieve Leaques, (auch als Bunglass Klippen bekannt) 598 m hohe Steilklippen bewundern. Dort kommt kein Reisebus hoch, dort gibt es kein Besucherzentrum, dort findet man noch nicht einmal eine Toilette. Es ist einfach atemberaubend dort oben.

Kinderspielplatz fehlt

Was auch schade ist, ist die Tatsache das beim Bau des neuen Besucherzentrums kein Kinderspielplatz mit eingeplant wurde. Wenn Besucher endlich bei den Klippen ankommen, haben sie oft eine größere Strecke mit dem Auto zurück gelegt. Das erste was man reisenden Kindern in der Regel anbietet ist Bewegung und diese Bewegung ist mit einem Kinderspielplatz gegeben.