Dingle Halbinsel

Die fünf Finger

Wenn man sich die Karte der Insel Irlands anschaut, sieht man im Süden fünf Halbinseln. Diese Halbinseln nennen wir im Volksmund auch “die fünf Finger Irlands”. Dingle liegt als oberster dieser Finger direkt über der Iveragh Halbinsel, auf welcher man den legendären Ring of Kerry findet. Alle diese fünf Halbinseln sind ganz besondere Landstriche. Dingle ist ein regelrechtes Juwel.

Dingle ist klein aber fein und äußerst vielfältig. Ob man mit dem PKW, dem Motorrad oder zu Fuß unterwegs ist – Dingle ist immer etwas ganz besonderes.

Essen

Kulinarisch gesehen ist Dingle ein Fleckchen Erde, wo man sich den ganzen Tag glücklich essen könnte. Ganz besonders, aber nicht nur, Meeresfrüchte. Ob Fisch, Muscheln, Krebs oder Garnelen – die Dingle Halbinsel liegt direkt an der Quelle dieser Köstlichkeiten. Da ich hier keinen kulinarischen Führer schreibe (noch nicht), werde ich jetzt keine Lokale besonders hervorheben. Im Örtchen Dingle sollte man sich einfach Zeit nehmen um sich zu orientieren, bevor man zum Essen irgendwo einkehrt. Zu dem Ort Dingle gehört übrigens mehr als “nur” die Straße am Hafen. Parallel zu dieser Straße verläuft eine weitere Straße weiter oben auf dem Hügel. Dort gibt es noch einmal eine ganze Reihe von sehr guten Lokalen. Wenn man am Hafen von Dingle ist und man das Wasser rechts liegen lässt und die Hauptstraße entlang geht, kommt man nach etwa 300m an eine links gelegene Seitenstraße, welche steil nach oben führt. Dort geht man hoch, an der Kirche vorbei. Oben angelangt sieht man eine Querstraße. Dies ist die besagte Parallelstraße die ich hier anspreche.

Angler beim Hochseefischen

Hochseefischen

In Dingle gibt es einige Anbieter welche das Hochseefischen anbieten. Man wird mit Booten auf hohe See gefahren. Die Skipper wissen wo und wann man am besten die Angel auswirft. Ein Fang ist garantiert. Auch Delfine tummeln sich immer wieder gerne um diese Boote und sorgen für viel Spaß. Den gefangenen Fisch kann man dann entweder mit nach Hause nehmen, oder man bringt ihn in ein Pub wo er für den Angler nach seinem Wunsch zubereitet wird. Das Pub liefert auch gleich noch die Beilagen. Es gibt kaum etwas schöneres als seinen selbst gefangenen Fisch zu essen. Auch für Kinder ist dieses Abenteuer mit anschließendem Essen ein unvergessliches Erlebnis.

Es gibt verschiedene Anbieter, welche Interessenten auf hoher See gut betreuen.
Unter anderem Dingle Bay Charters oder Deep Sea Dingle.

Wer nicht “jagen” gehen möchte, oder vielleicht doch lieber ein Picknick in freier Natur macht, findet sich vielleicht auf einem der endlos vielen Wanderwege wieder. Fotoapparat oder die Leinwand und Farbe nicht vergessen. Irlands Westküste ist traumhaft schön.

Wandern

Auch Wanderer kommen auf der Halbinsel voll auf ihre Kosten. Dingle ist äußerst vielfältig. Ob entlang der Klippen, über Berg und durch Tal oder über meilenweite Strände. Dingle, wie viele andere Regionen Irlands auch, ist ein regelrechtes Wanderparadies. Es gibt sogar Apps für Smartphones mit Wanderstrecken zur Auswahl.

ActiveMe ist ein sehr gutes und ausgereiftes App, welches für iPhone und Android gleichermaßen erhältlich ist.

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Musiker spielen im Pub

Unterhaltung

Dingle ist auch ein Paradies für musikalische Unterhaltung. In der Regel findet man an jedem beliebigen Tag der Woche ein Pub mit live Musik. Ob traditionell oder modern, es ist für jeden musikalischen Geschmack etwas dabei. Allerdings sollte man nicht in ein solches Pub gehen und sich für den Abend ein Getränk teilen. Pubs sind Orte des Handels. Jeder Platz ist Geld wert und wenn man einen solchen Platz einnimmt, sollte man entsprechend auch Geld ausgeben. Meistens bezahlen die Wirte den Musikern etwas und nehmen für die Unterhaltung keinen Eintritt. Also, nicht knausrig sein. Ruhig einmal in die Tasche greifen und sich großzügig zeigen.

O’Sullivans Courthouse Pub und MacCarthys Bar sind zweier solcher, weit über die Grenzen Dingles bekannte, Pubs.

In Irland gibt es ungemein viele Cabriolets. Einfach mal drauf achten. Cabriolets kosten bekanntlich ein bisschen mehr als “normale” Fahrzeuge. Das ist ein gutes Indiz für ein doch nicht so schlechtes Wetter. Denn auch die Iren sind preisbewusste Menschen.

Mit dem Auto

Wenn man gerne entspannt Auto fährt und sich visuell durch landschaftliche Schönheit berauschen möchte, dann bieten sich Irlands Hinterstraßen geradezu an. In Dingle gibt es endlos viele Möglichkeiten um Ausflüge mit dem Auto zu machen. Ob entlang der Küste oder über Bergpässe. Es bietet sich auch unbedingt an, mal von den Hauptstraßen abzuweichen und irgendwelche Seitenstraßen zu befahren. Man weiß nie was einen erwartet. Oftmals landet man in einer Sackgasse, nach dem Motto “nächster Stopp Amerika”. Wenn man Zeit hat, ist das oftmals eine willkommene Abwechslung.

Slea Head

Der Slea Head Drive ist Teil des Wild Atlantic Ways, eine atemberaubende, 2.500 km lange, Küstenstraße entlang der wilden West- und Südküste Irlands. Der Slead Head Drive führt entlang der Süd- und Westküste Dingle’s. Der Slea Head selber gilt für die Iren als westlichster Punkt Europas. Wer schon einmal in Portugal den “westlichsten Punkt Europas” aufgesucht hat, wird nun feststellen das Irland mit Sicherheit westlicher liegt als Portugal. Die Iren gestehen den Portugiesen den westlichsten Punkt des kontinentaleuropäischen Festlandes zu.

Entlang des Slea Head Drives findet man auch die berühmten frühchristlichen Beehive Huts und mit Cathair a Bhoghasin ein tausende Jahre altes Ringfort.

Herbergen

Wie überall in Irland, kann man auch auf der Halbinsel Dingle sehr gut übernachten. Es gibt verschiedene Kategorien – also für jeden Geldbeutel etwas. Am günstigsten sind die Hostels (Herbergen). Hostels verfügen über Schlafäume (mit mehreren Doppelstockbetten), Familienzimmer, Dopple- und Einzelzimmer. Einen guten Überblick findet man auf der Webseite Hostelworld.

B&Bs

Bed and Breakfasts (Frühstückspensionen) sind die nächste Stufe. In der Regel findet man hier gepflegte Doppelzimmer, welche man auch als Einzelreisender beziehen kann. Die Gastgeber entpuppen sich oft auch als hervorragende lokale Reiseführer. B&Bs findet man entweder in den Ortschaften, mit direktem Zugang zu guten Pubs, Supermärkten, Cafés etc, oder auch sehr abgelegen in der Mitte von Nirgendwo. Manche Pubs bieten auch B&Bs an. Man könnte hier denken “von der Theke ins Bett”. Doch man bedenke eine gewisse Geräuschkulisse. Pub-B&Bs sind oft sehr laut. Eine gute Auswahl von B&Bs findet man unter anderem auf der Dingle-Peninsula Webseite.

Hotels

Natürlich gibt es auf Dingle auch eine Unmenge an Hotels. Oftmals sind Hotels heutzutage nicht viel teurer als B&Bs. Allerdings fehlt in den Hotels die sehr persönliche Betreuung der Betreiber. Einen guten Überblick über das Hotel Angebot auf der Halbinsel findet man unter anderem auf Tripadvisor.