Rhythmisches Fasten – Selbstversuch Teil 1

Im folgenden Beitrag werde ich eine sehr interessante Erfahrung teilen. Ich musste unbedingt relativ  schnell abnehmen und wie ich das getan habe lest ihr hier. Allerdings ist dies nur der erste Teil. Nach 31 Tagen entschied ich mich einen Zwischenbericht zu veröffentlichen. Ansonsten würde es zu viel zu lesen werden. Wie ihr sehen werdet, habe ich zwar konsequent auf das Abnehmen hingearbeitet, aber zeitgleich auch meine Lebensqualität im Auge behalten. Abnehmen für mich heißt nicht leiden. Abnehmen für mich heißt ein neues und besseres Lebensgefühl zu schaffen. Lest einfach mal und lasst mich bitte im Rahmen eines Kommentares wissen, was ihr von diesem Selbst-Experiment haltet.

Gewichtsabnahme nach 31 Tagen

Gewichtsabnahme nach 31 Tagen

Wie ihr seht gibt es mittendrin eine relativ große Lücke. Das waren acht Tage als ich auf Tour war und mich nicht wiegen konnte. Ihr werdet auch feststellen, dass ich während dieser Reise meinen Fast-Rhythmus umgestellt, bzw. an meinen Alltag angepasst habe. Das ist das schöne an dieser Methode, es ist äußerst flexibel.

Von Niedrig-Kohlehydrate zu periodischen Fasten

Auf einmal schlichen sich die Pfunde wieder an

Vor zehn Jahren schaffte ich es innerhalb von 8 Monaten 24 kg abzunehmen. Damals konzentrierte ich mich überwiegend darauf Kohlehydrate niedrig zu halten. Die Pfunde purzelten überraschend schnell und ich fand es tatsächlich leicht, mein Wunschgewicht über neun Jahre lang zu halten.

Ich bin Reiseleiter und Journalist und verbringe über neun Monate im Jahr in Hotels, werde in diesen Hotels morgens und abends verpflegt und auch mittags bin ich auf gastronomische Einrichtungen angewiesen
. Da kann es schon einmal schwierig sein sich wirklich so zu ernähren wie man es selber gerne tun würde. So kam es, dass sich während der vergangenen Saison auf einmal die Pfunde anschlichen. Als ich mich Ende des Jahres auf die Waage stellte, wollte ich meinen Augen nicht trauen. Ich hatte 10 kg zugenommen. Ich hatte bereits ohne Waage gemerkt das sich etwas tat. Meine Hemden wurden enger und auch die Gürtel wurden nicht mehr im selben Loch befestigt. Ich musste etwas tun.

Mit Mühe wieder auf die richtige Bahn

Zunächst versuchte ich es wieder mit meiner damaligen Niedrig-Kohlehydrate Ernährung. Allerdings wollte dies dieses mal nicht so wirklich funktionieren. Ganz ehrlich glaube ich, dass ich nicht hundert Prozent hinter den “Regeln” dieser Ernährung war. Außerdem habe ich auch meine Spaziergänge und Wanderungen nur halbherzig durchgeführt. Es schien als würde ich gegen den Strom schwimmen. Das Gewicht war entweder stagnant oder ich nahm sogar ein paar Pfunde zu. Als ich die 82 Kilo Marke überschritt musste ich die Notbremse ziehen.

Und dann kam das periodische Fasten

Bei meinen Recherchen im Internet bin ich auf diese “periodischen Fast-Kuren” gestoßen. Bei diesen Fast-Kuren handelt es sich um 24-stündige Fastzeiten, welche man nach Belieben einlegt. Fasten hat mich schon immer interessiert. Es hat es was von geistlicher und körperlichen Reinigung.
Mein Interesse stieß zunächst auf eine sogenannte 5:2 Kur. Dabei isst man 5 Tage normal und fastet 2 Tage jeweils 24 Stunden. Die Tage die man fastet kann man selber festlegen. Auch die Uhrzeit wann man mit dem Fasten beginnt. 24 Stunden zu fasten heißt also nicht das man einen ganzen Tag nichts zu essen bekommt.

Kurz

Wenn man z. B. ab 19 Uhr 24 Stunden fastet, dann isst man die nächste Mahlzeit am folgenden Tag um 19 Uhr. Hat also ein Abendessen im Magen bevor man den Tag zuneige kommen lässt.
Wie oft man fastet und welche Uhrzeiten man für sich festlegt ist individuell unterschiedlich. Jeder sollte das nach Bedarf tun und man sollte auch ein bisschen experimentieren.

Varianten

Man kann auch 6 Tage essen und einen Tag fasten, oder jeden zweiten Tag fasten, bzw. normal essen. Dafür habe ich mich zunächst entschieden. Ich hatte 10 kg zu viel am Leib und wollte unbedingt zügig abnehmen. Ich habe eine ganze Reihe sehr schöner und nicht billige Hemden im Schrank. Auch Hosen habe ich reichlich und die hätte ich gerne noch eine Weile getragen. Ferner lag es mir auch am Herzen das ich stehend meine Füße sehen kann. Auch hatte ich das Gefühl wenn ich wandern ging, dass ich jemanden Huckepack geben würde. Ich spürte mein Gewicht in den Knochen.

Meine Wahl

Ich entschied mich also einen Tag normal zu essen und am darauffolgenden Tag zu fasten, dann wieder einen Tag essen und einen Tag fasten. Mit anderen Worten “jeden zweiten Tag”. Hier ist was geschah:

Tag 1 – Gewicht in der Früh 82,3 kg

Ich werde hier erzählen was ich gegessen habe. Meine Essgewohnheiten sind sehr vielfältig und manche Tage könnten dem einen oder der anderen an dieser Stelle als langweilig erscheinen. Allerdings bin ich ein leidenschaftlicher Brotbäcker. Nicht im Backautomat, sondern frei geschoben. Es gibt kaum etwas leckereres als frisch gebackenes Brot. Allerdings gilt Brot auch als Dickmacher.

An diesem Tag hatte ich drei “Mahlzeiten” frisch gebackenes Brot. Auf dem Brot hatte ich frische Sülze von meinem Metzger. Sülze in Irland ist eine Seltenheit. Ich hatte sie ergattert und jetzt sollte sie auch gegessen werden. Meine letzte Mahlzeit des Tages erfolgte gegen 19 Uhr.

Tag 2 – Gewicht in der Früh 83 kg + 0,7 kg

Heute war fasten angesagt. Bis 19 Uhr hatte ich gar nichts zu essen. Ich trank eine ganze Menge Mineralwasser und Pfefferminztee. Eigentlich hatte ich heute vor etwas fürs Abendessen zu kochen, aber irgendwie kam ich nicht dazu und entschied mich stattdessen in ein Restaurant zu gehen.
Ich aß ein 284 g Steak mit Pommes Frites und einer Pfefferrahmsoße an der Seite.

Tag 3 – Gewicht in der Früh 81,4 kg – 1,6 kg

Zum Frühstück hatte ich ein irisches Frühstück, samt zweier Würstchen, drei Scheiben Frühstücksspeck, drei Stück Blutwurst, Pilzen, gebackenen Bohnen, einem Spiegelei und drei Scheiben Toast (selbst gebacken) und einem Spiegelei. Das Mittagessen ließ ich ausfallen. Nicht das das so geplant war, ich hatte einfach keinen Appetit. Zu Abend hatte ich wieder ein paar Scheiben meines Brotes mit teils Sülze (Presskopf) und teils von meinem Metzger selbst gekochtem Corned Beef. Die letzte Mahlzeit nahm ich gegen 19 Uhr ein.

Tag 4 – Gewicht in der Früh 81,7 kg + 0,3 kg

Heute wurde wieder gefastet. Zum Abend (19 Uhr) hatte ich eine Übermenge von hausgemachter Spaghetti (Vollweizen) Carbonara. Ich aß bis ich fast platzte.

Tag 5 – Gewicht in der Früh 81 kg – 0,7 kg

Heute begann ich den Tag mit einem weich gekochtem Ei und zwei Scheiben selbst gebackenen Brot. Zu Mittag hatte ich zwei Scheiben selbst gebackenes Brot mit Camembert. Nach dem Mittagessen habe ich einen 45-minütigen strammen Spaziergang eingelegt. Zum Abendessen aß ich eine Banane, gefolgt von drei Scheiben Brot mit Camembert.

Tag 6 – Gewicht in der Früh 80,6 kg – 0,4 kg

Der heutige Tag ist wieder dem Fasten gewidmet. Zur Mittagszeit habe ich einen schönen, strammen, 45-minütigen Spaziergang gemacht. Ob es Sinn ergibt an einem Fastentag sich körperlich zu strapazieren weiß ich nicht. Das wird sich noch rausstellen. Auf der anderen Seite ist ein strammer Spaziergang ja kein Leistungssport.
Gegen 19 Uhr setzte ich mich zum Abendessen hin. Mein Abendessen bestand aus einem schönen Stück irischen Biolachs, Kartoffelpüree, Spinat, Pastinake und Möhrchen.

Tag 7 – Gewicht in der Früh 80 kg – 0,6 kg

Heute erwachte ich zu einem irischen Frühstück. In diesem Fall sollte es aus drei Scheiben Frühstücksspeck, zwei kleinen Schweinswürstchen, drei Stück gebratener Blutwurst, ein paar Pilzen, gebackenen Bohnen, einem Spiegelei und drei Scheiben selbstgebackenen Toast bestehen. Das Mittagessen ließ ich ausfallen, ich konnte einfach nichts essen. Stattdessen habe ich einen strammen, 45-minütigen Spaziergang gemacht. Zum Abend hatte ich ein Stückchen gebackenes Hühnchen, gebackene Kartoffeln, gebackene Pastinake, gebackene Möhrchen und etwas Bratensoße. Als Nachtisch erlaubte ich mir eine Banane.

Tag 8 – Gewicht in der Früh 80,3 kg + 0,3 kg

Fastentag. Als ich heute morgen auf der Waage stand und feststellte das ich 300 g zugenommen hatte, machte ich sofort das irische Frühstück dafür verantwortlich. Als ich dann jedoch etwas reflektierte kam ich zu dem Entschluss das es daran nicht gelegen haben kann. Ich kam zu dem Entschluss das es einfach einer dieser Tage war. Einer dieser Tage, wo man auf der Waage zulegt, ohne das es dafür wirklich einen Grund gibt. Solche Tage gibt es und das ist mitunter ein Grund warum manche Kritiker empfehlen sich nicht täglich, sondern wöchentlich, zu wiegen. Es gibt Menschen, die Panik bekommen oder Lust am Projekt verlieren, wenn sie sehen das ihr Gewicht ohne ersichtlichen Grund angestiegen ist. Für solche Menschen ist es tatsächlich besser sich wöchentlich und nicht täglich zu wiegen.

Zum Abendessen hatte ich heute gebackenes Hühnchen (von gestern), Kartoffelpüree, gebackene Möhrchen und Bratensoße. Zum Nachtisch hatte ich ein paar Pistachio Nüsschen.

Übrigens ist heute das erste Jubiläums dieses Projektes. Es sind sieben Tage vergangen und ich habe 2 kg abgenommen. Ich denke darüber kann ich nicht klagen.

Tag 9 – Gewicht in der Früh 79,9 kg – 0,4 kg

Was für ein schönes Erlebnis. Endlich sehe ich wieder eine 7 an erster Stelle auf meiner Waage. Darauf habe ich gewartet und diese Sieben würde ich am liebsten nicht wieder hergeben. Doch ich bin mir bewusst, dass ich höchstwahrscheinlich morgen wieder ein paar hundert Gramm schwerer sein werde. So ist das nun mal mit den Essens-Tagen. Woran das liegt muss ich noch ermitteln. Denn zu viel essen tue ich eigentlich nicht.

Heute morgen hatte ich ein weich gekochtes Ei und drei dünne Scheiben sebstgebackenes Dinkelbrot. Zur Mittagszeit war ich unterwegs und vergaß tatsächlich etwas zu essen. Zum Abendessen hatte ich sechs dünne Scheiben selbst gebackenes Dinkelbrot mit Vollfett Camembert. Mal schauen was die Waage morgen früh sagt. Jetzt gehe ich erst mal stramm spazieren.

Tag 10 – Gewicht in der Früh 79,5 kg – 0,4 kg

Heute ist Fastentag. Ich habe gestern bereits sehr früh zu Abend gegessen und hatte um 17:50 Uhr meinen letzten Bissen heruntergeschluckt. Denn heute Abend gehe ich aus. Ein sehr frühes Abendessen. Der Tisch ist für 17:15 Uhr gebucht. Es wird ein großzügiges 3-Gänge Menü serviert. Mal schauen wie sich das morgen auf der Waage bemerkbar macht. Trotz meines Dranges abzunehmen, werde ich ein normales Leben führen. Tage wie heute muss es auch geben. Mit Sicherheit werde ich auch ein Glas Wein zum Essen trinken.

Also, zum Abendessen hatte ich folgendes:

Als Vorspeise diente Krebsfleisch mit Avocado Mus, die Hauptspeise bestand aus einem Steak mit etwas Kohl, grüne Bohnen und Zuckerschoten. Dazu ein paar mega fette Pommes Frites. Das ganze wurde mit einer Zwetschke und Birne – gekocht in Rotwein abgerundet. Serviert wurde dies mit einem Rum und Rosinen  Speiseeis. Zum Essen hatte ich zwei kleine Gläschen Rotwein. Ich bin ja mal gespannt was die Waage morgen zu melden hat.

Tag 11 – Gewicht in der Früh 79,6 kg + 0,1 kg

Heute habe ich ausgeschlafen und das Frühstück ausfallen lassen. Zum Mittagessen bin ich ausgegangen, eigentlich mit dem Gedanken eine Suppe zu essen. Doch die Tagessuppen im Lokal waren nicht wirklich was ich wollte, somit hatte ich ein Baguette mit Cajun Hühnchen und gerösteten Gemüse. Lecker.
Zum Abendessen kochte ich einen Schinken. Davon hatte ich zweieinhalb große Scheiben. Eine Kartoffel und Grünkohl. Dazu gab es eine Senfsoße. Da ich damals mit meiner Niedrig-Kohlehydrate Diät so gut gefahren bin, dacht ich mir das ich ruhig viel Fleisch (Protein) und Grünkohl essen kann und das sich das über das Gewicht am nächsten Tag nicht bemerkbar machen würde. Weit gefehlt.

Tag 12 – Gewicht in der Früh 79,9 kg + 0,3 kg

Heute musste ich sehr früh raus. Gut 2,5 bis 3 Stunden vor meiner regulären Zeit. Aus Erfahrung weiß ich das man (auch wenn man im Bett liegt) pro Stunde etwa 100 g abnimmt. Somit war ich nicht allzu sehr überrascht das ich etwas mehr wog. Doch auch wenn ich, sagen wir mal 300 g abziehen würde, wäge ich immer noch genauso viel wie am Vortag.
So ist es nun mal. Ich schätze, gesund und ausgewogen abzunehmen, bedarf ein paar Experimenten. Ich weiß jetzt das ich am Vorabend doch zu viel gegessen hatte. Ich muss das ganz einfach ein bisschen runterschrauben.

Änderung des Plans

Heute beginnt eine Tour für mich. Über Tage hinweg habe ich mir überlegt wie das mit dem Fastentagen alle zwei Tage funktionieren würde. Nach langer Recherche kam ich zu dem Entschluss vorübergehend den Rhythmus des rhythmischen Fastens zu ändern und meinem Alltag anzupassen. Von nun an werde ich täglich zwischen 16 und 18 Stunden fasten, dafür aber zwei Mahlzeiten zu mir nehmen. Mit anderen Worten, werde ich in meinem Fall das Frühstück ausfallen lassen und den Tag mit einer Mahlzeit zu Mittag beginnen. Den Tag werde ich mit einem Abendessen beenden und das täglich, für die Fortdauer dieser Tour.

Leider kann ich mich während dieser Tour nicht wiegen, daher wird es spannend werden, was ich tatsächlich zum Ende der acht Tage wiegen werde. Es würde mich freuen falls ich es schaffen würde wieder 2 kg abzunehmen.

(Tag 1 der Tour)

Wie geplant, ließ ich das Frühstück heute ausfallen. Zu Mittag entschied ich mich einen Viertelpfünder bei McDonalds zu essen. Ich war am Flughafen und hatte nur sehr begrenzte Zeit etwas zu essen.  Zu Abend hatte ich ursprünglich vor einen Salat zu verspeisen. Doch dann sah ich die hausgemachten Hamburger, die durch das Lokal des Hotels geschleppt wurden und ich wurde weich. Ich hatte einen hausgemachten Hamburger mit knusprigen Speck, ohne Käse und ohne Pommes Frites – dafür aber mit Salat. Um 19:30 Uhr war ich mit dem Abendessen fertig.

Tag 13 (Tag 2 der Tour)

Auch heute habe ich das Frühstück ausfallen lassen. Es ist schon sehr ungewöhnlich für mich, in einem Hotel morgens nicht zum Frühstück zu gehen. Zum Mittagessen hatte ich eine Meeresfrüchtesuppe mit einer dünnen Scheibe irischem Sodabrot. Zum Abendessen hatte ich einen gemischten Salat mit ein paar Croutons, knusprigen Speck und einer Sardellensauce.

Tag 14 (Tag 3 der Tour)

Frühstück fiel auch heute wieder aus. Zur Mittagszeit war ich mit meiner Gruppe bei einer landwirtschaftlichen Hochschule. Wir aßen in der Kantine dieser Hochschule zu Mittag. Zur Auswahl standen entweder große Hauptgerichte oder eine Suppe, welche nicht meinem Geschmack entsprach. Ich entschied mich für einen hausgemachten Hamburger mit Zwiebelchen, ohne Beilagen. Dazu hatte ich eine Tasse Pfefferminztee. Zum Abendessen aß ich einen Caesar Salat mit Hühnchen und Speck.
Wie bereits erwähnt habe ich während der Tour leider keine Gelegenheit mich zu wiegen. Wenn ich nach Gefühl gehe, nehme ich momentan nicht ab. Am Tag 20 kann ich mich wieder wiegen. Ich hoffe das mein Gefühl trügt.

Tag 15 (Tag 4 der Tour)

Ohne Frühstück ging es auch heute wieder in den Tag. Heute stand der legendäre Ring of Kerry im Programm. Ich freute mich schon auf die Seafood Chowder in Watervilles Fishermens Bar. Leider war diese geschlossen und ich musste umdenken. Ich hatte stattdessen eine Seafood Chowder in einer Bar gegenüber. Die war bei weitem nicht so lecker wie die in der Fishermens Bar. Zum Abend hatte ich ein Sirloin Steak mit Pommes Frites, Pilzen, Zwiebelringe und Pfeffersoße. Ich habe das Gefühl das ich zu viel gegessen habe. Wir werden sehen, was die Waage am Tag 20 zu sagen hat.

Tag 16 (Tag 5 der Tour)

Kein Frühstück zu essen fällt mir total leicht. Ob das wirklich die Antwort ist ist allerdings die Frage. Ich weiß, ich sollte ganz einfach bis Tag 20 warten, mich wiegen und dann zu einer Entscheidung kommen. Das werde ich auch tun. Nichtsdestotrotz habe ich ein ganz starkes Gefühl das ich mit diesem System (16 bis 18 Stunden fasten) nichts erreiche. Ich habe ganz einfach das Gefühl das ich zunehme und nicht das Gewicht halte oder gar abnehme.

Zum Mittagessen hatte ich heute eine Meeresfrüchte Suppe und zum Abendessen einen gemischten Salat mit Croutons und knusprigen Speck.

Tag 17 (Tag 6 der Tour)

Nachdem ich auch heute kein Frühstück gegessen habe, aß ich zu Mittag eine Blumenkohl-/Käsesuppe mit einer Scheibe Sodabrot. Zum Abend hatte ich einen vom Hotel hausgemachten Hamburger in einem Zwiebelbrötchen und Salat. Zur Mittagszeit hatte ich endlich mal wieder Zeit einen schönen strammen 45-minütigen Spaziergang zu machen. Wir waren heute in Connemara.

Tag 18 (Tag 7 der Tour)

Kein Frühstück. Zu Mittag hatte ich heute eine Seafood Chowder und zum Abend einen hausgemachten Hamburger.

Tag 19 (Tag 8 der Tour)

Heute ist der letzte Tag der Tour. Morgen kann ich mich endlich wieder wiegen. Ich freue mich ungemein. Die Stunde der Wahrheit wird morgen früh schlagen. Ich bin ja mal gespannt wie diese Variante des Fastens, im Vergleich zur “jeden anderen Tag”, für mich funktioniert hat.

Das Frühstück ist natürlich auch heute wieder ausgefallen. Zu Mittag hatte ich ein Garnelen Sandwich und zum Abend eine Lasagne und Salat.

Zurück zu “jeden zweiten Tag” fasten

Tag 20 – Gewicht in der Früh 78,4 kg – 1,5 kg

Nun, hier ist die Wahrheit. Ich habe tatsächlich über die vergangenen 8 bis 9 Tage 1,5 kg abgenommen. Das ist nicht viel, aber es ist okay. Jetzt weiß ich das ich diese Variante während meiner Touren fortsetzen kann. Ich habe nicht ungeheuerlich ausgewogen und gesund gegessen und falls ich nicht abnehmen möchte, esse ich halt zwischenzeitlich mal ein großes irisches Frühstück.

Heute werde ich also bis zum Abendessen fasten. Zum Abendessen habe ich einen Rinderbraten im Ofen zubereitet. Dazu gab es Kartoffeln aus dem Ofen, Bratensoße, Möhren und grüner Spargel.

Tag 21 – Gewicht in der Früh 77,6 kg – 0,8 kg

Ich hatte ein eher spätes Frühstück. In Irland würden wir dazu Brunch sagen. Ich aß ein weichgekochtes Ei mit drei dünnen Scheiben selbst gebackenen Brot. Mittag ließ ich ausfallen und zu Abend wollte ich eigentlich Rinderbraten mit Kartoffeln, grünem Spargel, Möhren und Bratensoße essen. Stattdessen hatte ich sechs dünne Scheiben selbst gebackenes Brot mit frischer Sülze von meinem Metzger.

Tag 22 – Gewicht in der Früh 77,6 kg +- 0 kg

Ich schätze mal, so viel Brot an einem Tag ist vielleicht doch übertrieben. Auf der anderen Seite glaube ich, dass falls ich einen meiner 45-minütigen Spaziergänge gemacht hätte, hätte ich mit Sicherheit abgenommen.

Fastentag. Das Abendessen bestand aus drei dünnen Scheiben Rinderbraten, zwei kleinen Kartoffeln, ein paar grüne Spargel und frischer Spinat.

Tag 23 – Gewicht in der Früh 77,3 kg – 0,3 kg

Heute Abend steht eine Party an. Ein befreundetes Ehepaar feiert 50. Hochzeitstag. Bei solchen Gelegenheiten wird in der Regel gut gegessen und der Alkohol fließt in Strömen. Bezüglich des Alkohols habe ich bereits entschieden das ich sehr Bescheiden sein werde. Essen, so habe ich vor, werde ich jedoch wie ein König. Das ist das Leben. Das was ich heute Abend zunehme, werde ich die nächsten Tage wieder abnehmen.

Zu Mittag hatte ich ein Brötchen und ein weich gekochtes Ei. Zu Abend: Zum Empfang drückte man mir ein Glas Prosecco in die Hand. Als Vorspeise hatte ich einen Salat mit roter Beete und Ziegenkäse. Als Hauptspeise genoss ich ein Steak aus der Lende, Pommes Frites, Spinat, Möhren und Blumenkohl. Zum Nachtisch aß ich einen Apfelstrudel. Dazu trank ich ein kleines Glas Rotwein und zum Abschluss trank ich einen Espresso.

Tag 24 – Gewicht in der Früh 77,4 kg + 0,1 kg

Wie schön. Nach einem richtig schönem Abend, mit Trank und Schmaus habe ich tatsächlich nur 100 g zugenommen. Es geht also doch.

Heute ist ein Fastentag. Zum Abend hatte ich drei dünne Scheiben Rinderbraten (von vorgestern), grünen Spargel, Brokkoli, Bratensoße und eine halbe Kartoffel.

Tag 25 – Gewicht in der Früh 76,9 kg – 0,5 kg

Zu Mittag aß ich ein weich gekochtes Ei und drei dünne Scheiben selbst gebackenes Brot. Zum Abend verfiel ich wieder meinem selbst gebackenen Brot mit Sülze von meinem Metzger. Ich hatte sechs dünne Scheiben Brot. Nach dem Abendessen habe ich einen schönen strammen 45-minütigen Spaziergang gemacht.

Tag 26 – Gewicht in der Früh 77,3 kg + 0,4 kg

Wieder einmal ein Tag wo ich mir die Gewichtszunahme nicht erklären kann. Vielleicht trinke ich an manchen Tagen mehr als an anderen und bin daher mehr hydriert? Keine Ahnung. Ich nehme das auch nicht so ernst. Im Allgemeinen weiß ich das ich auf dem richtigen Weg bin. Was ich heute mysteriöser Weise zugenommen habe, werde ich wohl morgen wieder abnehmen. Am wichtigsten sind mir die wöchentlichen Gewichte.

Heute ist ein Fastentag. Zur Mittagszeit ging ich 45 Minuten stramm spazieren. Zum Abend habe ich eine Ente zubereitet. Die Ente wog 2,2 kg und ich habe etwa ein Viertel davon verzehrt. Dazu habe ich eine halbe Kartoffel, Rotkohl und Soße gegessen. Ich muss ganz ehrlich zugeben das ich nicht nur zu viel gegessen habe, sondern das es mir tatsächlich nach dem Essen schlecht war. Ich bin äußerst enttäuscht von mir selbst. Ab morgen, so nehme ich mir vor, herrscht ein anderes Regime. Ich muss mehr Selbstkontrolle an den Tag legen. Nach dem Essen bin ich noch einmal für einen 35-minütigen Walk gegangen.

Tag 27 – Gewicht in der Früh 77,3 kg +- 0 kg

Ehrlich gesagt bin ich überrascht das ich nicht zugenommen habe. Mir ist es tatsächlich immer noch von gestriger “Essattacke” schlecht. Den Tag habe ich heute Morgen mit drei Espressos begonnen. Zu Mittag hatte ich eine Gemüsesuppe und eine Scheibe irisches Sodabrot. Zum Abendessen gab es die restliche Ente von gestern. Heute jedoch weit weniger als gestern. Dazu hatte ich eine kleine Kartoffel, Rotkohl und Soße.

Tag 28 – Gewicht in der Früh 77 kg – 0,3 kg

Fastentag. Heute fühle ich mich richtig gut. Obwohl ich auch gestern Abend zu viel Ente gegessen hatte, glaube ich das es sich im Rahmen hält. In letzter Zeit habe ich das Gefühl das ich schneller satt bin. Ich denke es hat etwas mit dem Fasten zu tun. Ein paar wenige Bisse und ich bin satt. Das ist eigentlich gut, solange ich darauf achte was ich esse. Ganz besonders wenn ich einmal mein “Idealgewicht” erreicht habe, gilt es darauf zu achten das ich genug Kohlehydrate zu mir nehme, so wie Pasta, Kartoffeln, Reis, Brot etc.

Zum Abendessen hatte ich heute vier Scheiben Vollkornbrot mit Sülze und Leberwurst.

Tag 29 – Gewicht in der Früh 76,8 kg – 0,2 kg

Zu Mittag aß ich heute ein Demi Baguette mit Emmenthaler Käse, gekochtem Schinken, Tomaten und ein bisschen Salat. Zum Abendessen entschied ich mich für zwei Stücke Hühnchen von KFC. Ich war unterwegs und da bot sich das geradezu an.

Tag 30 – Gewicht in der Früh 76,8 kg +- 0 kg

Deja vu. Ich kann mich noch sehr gut an das Gefühl, einfach nichts mehr zu erreichen, erinnern. Das war vor zehn Jahren, als ich die Niedrig-Kohlehydrate Diät machte. Da hatte ich auch so einen Punkt erreicht. Auch in etwa einen Monat in das Projekt hinein. Ich erinnere mich noch sehr gut an das Gespräch welches ich damals mit meiner Hausärztin hatte. Sie beruhigte mich und meinte das ich doch schon sehr viel erreicht hätte und das ich meinem Körper mal eine Pause gönnen solle. “Geh raus und fress dir den Bauch voll und dann schau mal was passiert”, meinte sie damals. Ich tat genau das und die Rechnung ging tatsächlich auf. Nach dieser “Fresskur” purzelten die Pfunde wieder. Hin und wieder muss man das einfach mal tun. Ich glaube ich muss mal wieder so einen Tag einlegen. Heute jedoch, bleibe ich mal noch bei meinem Fast-Regime.

Heute ist Fastentag. Zum Abend habe ich zwei Scheiben Vollkornbrot mit Leberwurst und einen gemischten Salat gegessen. Nach dem Abendessen habe ich einen strammen 65-minütigen Spaziergang gemacht. Tat wirklich gut.

Tag 31 – Gewicht in der Früh 76,4 kg – 0,4 kg

Gegen 11 Uhr hatte ich ein Mini “Full Irish”. Dieses bestand aus einem Würstchen, zwei kleinen Stücken gebratene Blutwurst, zwei Esslöffel gebackene Bohnen, zwei kleine Scheiben Frühstückspeck, einem Spiegelei und eine Scheibe Vollweizen Toast. Heute Abend gehe ich zum Essen aus. Zum Abendessen hatte ich als Vorspeise einen gemischten Salat mit warmen Ziegenkäse. Als Hauptspeise hatte ich ein Lendensteak (englisch) mit gedünsteten Zwiebeln, Pilzen, Pommes Frites und einer Pfeffersoße. Das ganze habe ich mit zwei Glas Cabernet Sauvignon hinunter gespült. Mal schauen was die Waage morgen früh zu sagen hat.

Teil 2 ist in Arbeit

Das war jetzt der erste Teil meines Selbstversuches. Der zweite Teil ist bereits in Arbeit und ich kann bereits absehen, dass ich Anfang April mein Wunschgewicht von etwa 70 kg erreicht haben dürfte. Den Bericht dazu werde ich entsprechend Anfang April veröffentlichen. Bleibt dran, es wird noch spannend.