2012 wurde in Irland entschieden das für die nächste nationale Parlamentswahl (2016), 30% der Kandidaten weiblich sein müssen. Falls 30% der Kandidaten keine Frauen sind, dann verliert die jeweilige Partei 50% jeglicher staatlicher Zuschüsse. Innerhalb von sieben Jahren, soll die Quote auf 40% erhöht werden.

 

25 der 166 Sitze des irischen Unterhauses wurden 2011 an Frauen vergeben. Das entspricht etwa 15% und ist somit eine der niedrigsten weiblichen parlamentarischen Representation in der demokratischen Welt.

Der beste Mann für den Job eine Frau?

Wie auch immer, 15% der irischen Parlamentarier sind Frauen und manche dieser Frauen empfinden es als Beleidigung das männliche Kollegen ihnen etwas Gutes tun wollen, indem sie ihnen, in Form einer Quotenregelung,  Kandidaturen “genehmigen”. Es ist ein lebendiges Gesprächsthema in Irland, dass Frauen auf diese Weise in Positionen katapultiert werden, für welche es unter Umständen besser qualifizierte Männer gibt.

Männer werden ausgegrenzt

Die nationalen Parlamentswahlen stehen bevor und alle politischen Parteien Irlands haben in den verschiedenen Wahlkreisen Kandidaten gestellt. In der Regel ist es so, dass sich potentielle Kandidaten ihren Parteigenossen zur Wahl stellen. Dieses Jahr jedoch war alles anders. Potentielle männliche Kandidaten wurden von der Partei vorweg abgelehnt aufgrund ihres Geschlechts. Um die Geschlechterquote zu erreichen, wurden in vielen Wahlkreisen Männer komplett ausgeschlossen, ansonsten hätten die Parteien die Frauenquote nicht erreicht. Sogar mit solchen Vorgehensweisen scheinen manche Parteien die Quote nicht erreichen können.

Verfassungsklage

Ein potentieller Kandidat der irischen Partei Fianna Fáil klagt jetzt gegen den irischen Staat. Er argumentiert das die Quote eine Diskriminierung ist und aufgrund der mangelnden Gleichstellung der Geschlechter gegen die irische Verfassung verstößt. Brian Mohan behauptet das falls die Representation von Frauen durch Quoten geregelt werden solle, dann müsse man auch Quoten für Homosexuelle, Schwarze und verschiedene religiöse Glaubensrichtungen einführen. Es kann nicht sein, dass einer Gruppierung der Gesellschaft durch Quoten ein Vorteil verschafft wird, während für andere Gruppierungen der Gesellschaft keine Quoten bestehen.

Frauen in hohen Ämtern

Es mag sein, dass Frauen in der irischen Politik unterrepräsentiert sind, aber das heißt nicht das sie keine Chancen haben. 21 Jahre lang hatte Irland weibliche Präsidentinnen. Viele Kritiker(innen) der Frauenquote behaupten das man, statt Frauenquoten, eher den Bedürfnissen von Frauen gerecht werden solle.

Bedürfnissen von Frauen gerecht werden

Auch heute noch ist es so, dass die Frauen Irlands sich in erster Linie um die Kinder kümmern. Da dies eine Tatsache ist, sollte man auch entsprechend Möglichkeiten schaffen, um Frauen in der Politik und Wirtschaft willkommen zu heißen und Möglichkeiten zur Kinderbetreuung anzubieten. Hier reden wir über eine Kinderbetreuung am Arbeitsplatz.