64 Mrd € Kredite hat Irland aufgenommen, nachdem das irische Finanzwesen zusammenbrach. Ein irischer Untersuchungsausschuss hat jetzt seine Ergebnisse veröffentlicht und ist dabei zu dem Entschluss gekommen, dass die verantwortlichen irischen Politiker von der Troika nicht nur unter Druck gesetzt wurden, sondern Irland wurde bedroht.

“In Dublin wird eine Bombe hochgehen”

Die europäische Kommission, die europäische Zentralbank und der internationale Währungsfond (Troika) warnten die damalige irische Regierung, dass falls sie den Gläubigern der Anglo-Irish Bank nicht 1,25 Mrd. € auszahlen würden, dann ginge eine “Bombe” hoch. Diese Bombe würde in Dublin und nicht in Frankfurt hochgehen.

Ferner stellte sich heraus das 2010 Jean-Claude Trichet den damaligen irischen Finanzminister, Brian Lenihan, warnte, dass falls die Gläubiger nicht auszahlt, dass die EZB die zugesagten Finanzspritzen für die irischen Banken zurück ziehen würde. Das hätte einen kompletten Zusammenfall des irischen Finanzwesens zur Folge gehabt.

Die Drohungen und die damit verbundenen Entscheidungen der irischen Regierung, hat den irischen Steuerzahler angeblich zusätzliche 9 Mrd. € gekostet.