Die Verbindung Irlands mit dem deutschen Automobilgiganten Volkswagen hat eine ganz besonders und lange Geschichte. Bereits 1949 hatte der Ire Stephen O’Flaherty, auf der Pariser Motorshow, die Rechte zum Bau des VW Käfers ergattert. 1950 wurde dann in Dublin der erste Käfer “gebaut”. Die Teile dazu kamen in Kisten und auf Paletten. 1950 wurden in Irland insgesamt 46 dieser Wagen gefertigt. Irland war das erste Land außerhalb Deutschlands, wo der VW Käfer gebaut wurde. Die Fabrik, ein ehemaliges Straßenbahndepot, fertigte im Jahre 1952 bereits 2.155 Wagen. Das Konzept war so erfolgreich, dass die Fertigung 1955 in größere Räumlichkeiten auf die Naas Road, außerhalb der Hauptstadt, verlagert werden musste.

Bis zum bitteren Ende

Dort wurde der Käfer bis 1980 zusammengebaut, bis zu dem Zeitpunkt, als die Fertigung dieses Fahrzeuges in Europa eingestellt wurde. Der Bau von Volkswagen als solches, wurde auf der Naas Road jedoch bis Mitte der 80er Jahre fortgesetzt. Denn auf dem Gelände wurden in den 80ern auch der Volkswagen Transporter zusammen gebaut.

Zwischen 1950 und 1980 wurden in Irland alljährlich zwischen 3.000 und 4.000 Käfer zusammengebaut und verkauft. Der Höhepunkt wurde 1972 mit 5.288 Einheiten erreicht.

Skandal

Der Ire und der Volkswagen. Das ist eine ganz besondere Freundschaft. Obwohl bekanntlich der VW nicht das günstigste Auto ist, ist es nach wie vor das meist gekaufte europäische Auto. Nur Toyota (vom außereuropäischen Markt) kann Volkswagen das Wasser reichen.
Die kürzlichen Skandale von VW haben in Irland bislang keinerlei Spuren hinterlassen. Die Verkaufszahlen sind nach wie vor sehr stark.