Am Samstag berichtete ich über eine in einem Koffer gefundene Leiche.

Heute wurde die Leiche mit Hilfe von DNA als Kenneth O’Brien (33) identifiziert. Der am Freitag verschwundene Familienvater wurde am Samstag Abend von seiner Familie als vermisst gemeldet. Kenneth O’Brien ist ein irischer Staatsbürger aus dem westlichen Dubliner Vorort Clondalkin. O’Brien ist erst vor etwa einem Monat aus Australien zurückgekehrt. Er war ein qualifizierter JCB Baumaschinen-Führer.

Bild von Kenneth O'Brien und der Fundstelle seiner Leiche

Kenneth O’Brien (33)

Dieser äußerst brutale Mord ist für die Familie, wie auch für die Polizei ein grauenhaftes Rätsel. Der in einem Koffer gefundene Rumpf des Mannes hatte keine Arme, Beine und manchen Berichten nach, auch keinen Kopf (die Polizei lässt uns bzgl. des Kopfes noch im Dunkeln).
Momentan steht nicht fest, ob O’Brien polizeilich bekannt war. Kenneth verabschiedete sich am Freitag von seiner Familie und meinte das er im ländlichen Irland etwas Arbeit gefunden hätte. Man hörte von ihm nie wieder.

Kriminalität in Irland

Bandenkriege

Die Kriminalität in Irland ist insgesamt im europäischen Vergleich im unteren Mittelfeld anzusiedeln. Gewalttaten gehören zur Tagesordnung. Schusswaffengebrauch oder Messerstechereien sind in Irland leider überdurchschnittlich zu verzeichnen. Es gibt kaum einen Tag wo nicht geschossen wird. Das bezieht sich ganz besonders auf Dublin. Aber auch außerhalb von Dublin ist man schnell gewaltbereit. Hier spielen Banden, die sich in die Quere kommen, eine wichtige Rolle. Love/Hate lässt grüßen.

Irisches Vertrauen

Eigentumsdelikte spielen auch in der Metropole Dublin und anderen irischen “Großstädten” eher eine Rolle, als auf der ländlichen Insel. Auf dem Land stehen auch heute noch oft die Türen der Häuser unverschlossen und die Autos vor den Häusern haben nicht selten den Zündschlüssel stecken.

Vorsprung für Gangster

Die, mit Hilfe der EU, neu gebauten Autobahnen machen ganz besonders den städtischen Gaunern das Leben leichter. Nie ist es so leicht gewesen abgelegene Regionen Irlands mit dem Auto zu erreichen. Es gibt Banden welche sich ein Vergnügen daraus machen, ihre Städte zu verlassen, um zu den naiven und nichtsahnenden ländlichen Iren hinausfahren um sie zu bestehlen.
Vor 15 Jahren hat es noch etwa 4,5 Stunden gedauert um von Dublin nach Cork zu gelangen. Heute dauert dies nur noch etwa 3 Stunden. Von Dublin nach Galway dauerte es damals auch locker 4 Stunden, heute noch etwa 2.

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