Irland, seit über 150 Jahren ein Land der Auswanderer. Das Auswandern der Iren ist inzwischen zu einer Tradition geworden. Auch während des “Wirtschaftswunders” haben die Iren in Scharen ihrer Heimat den Rücken gekehrt. Nicht weil sie keine andere Wahl hatten, sondern weil es viele ihrer Vorfahren genauso getan haben. Die meisten Iren gehen mit den Worten “I’ll be back” (ich komme wieder zurück).

80% kommt nie wieder

Tatsache ist jedoch, dass nur 20% der Iren die ihre Heimat verlassen jemals wieder kommen um hier zu leben. Mit anderen Worten bleiben 80% im Ausland. Bei den Menschen die die Insel verlassen, handelt es sich in der Regel um junge Menschen. Nicht mehr hauptsächlich junge Männer, sondern junge Männer und Frauen. Junge Menschen, die entweder Kinder haben, oder bald nach ihrer Auswanderung Kinder bekommen. Das heißt das gleich zwei Generationen verloren gehen.

Anpassungsfähig

Die beliebtesten Auswanderungsländer der Iren sind auch heute noch die englischsprachigen Winkel des Globus. Das gesagt, gibt es kein Fleckchen Erde, wo man keine Iren findet. Iren sind sehr anpassungsfähig. Bereits ab dem 6. Jahrhundert haben irische Mönche die Insel verlassen um das Wort Gottes anderen Kulturen näher zu bringen. Anders als die Römer, hatten die Iren es durch positives Vorleben getan. Sie erlernten die Sprachen ihrer Gastgeber, kleideten sich wie sie und lernten über ihre Rituale. Noch heute ist es so, dass Iren sich den Gastgebern anpassen, ihre Sprache recht schnell lernen und sich insgesamt gut aufgehoben fühlen.