Die irische Regierung überlegt momentan, Eheverträge zu legalisieren.

Keine rechtliche Grundlage

Momentan ist es so, dass Eheverträge abgeschlossen werden können, diese jedoch vor einem Gericht keine rechtliche Grundlage genießen. Es hängt ganz allein vom jeweiligen Richter ab, ob er/sie den Vertrag anerkennt. In manchen Fällen nehmen Richter solche Verträge als eine Art Richtlinie, wonach sie ihre Entscheidungen treffen. Sollte ein Richter einen Ehevertrag anerkennen, so reicht es momentan aus, wenn einer der zu scheidenden Parteien erklärt das er/sie den Vertrag nicht mehr anerkennt und schon ist der Vertrag hinfällig.

Katholische Kirche dagegen

Martin Long, Sprecher der römisch-katholischen Kirche Irlands hat erklärt das die katholische Kirche sich gegen die Legalisierung solcher Verträge wehren würde. “Für die katholische Kirche ist eine Ehe lebenslang. Bis der Tod Euch scheidet“. Er fügte hinzu “die Legalisierung solcher Eheverträge würde den Eindruck wecken, dass Ehen eine vorübergehende Angelegenheit seien. Das kann die Kirche nicht zulassen.

Bauernverband dafür

Eddie Downie, Sprecher des irischen Bauernverbandes ist jedoch der Meinung das es unumgänglich ist, dass Eheverträge in Irland endlich rechtlich anerkannt werden. “Es geht um die Zukunft des irischen Bauernhofes“, erklärte er und fügte hinzu “eine Scheidung kann zum Verkauf oder zur Teilung eines Hofes führen, welcher seit Generationen in Familienbesitz war. Viele Eltern zögern die Übergabe des Hofes an ihre Kinder immer weiter hinaus, weil sie Angst haben das die Ehe nicht hält”.