…als wir denken

Bis zum Osteraufstand von 1916 befanden sich Irland und Großbritannien in zwei verschiedenen Zeitzonen. In Irland (um genau zu sein, Dublin) war es tatsächlich 25 Minuten und 21 Sekunden früher als in Greenwich, England. Aus Gründen der Kommunikation zur Zeit der irischen Aufstände, hatten sich die Briten entschieden, die Zeit anzupassen.
Am Sonntag, dem 2. Oktober 1916 wurden die irischen Uhren umgestellt.

Dublin in rubbles

Kommunikation war äußerst wichtig für die Briten

Freistaat Irland

Mit der Gründung des irischen Freistaates und der damit verbundenen Gründung von Nordirland hatte es keinen Sinn ergeben, die Zeitzonen zu verändern.

Sommerzeit

Sommerzeit wurde erstmals als eine einmalige Aktion im Jahre 1923 und dann noch einmal in 1924 eingeführt. Im Jahre 1925 hatte man sich dazu entschieden, diese Zeitverschiebung beizubehalten. Jedoch konnte diese Zeitverschiebung auf ministerialer Basis verändert werden. Während des 2. Weltkrieges hatte man sogar eine 2-stündige Zeitverschiebung in Erwägung gezogen, welche allerdings nie umgesetzt wurde.

Ganzjährige Sommerzeit

Ab 1968 hat Irland eine ganzjährige Sommerzeit angenommen. Damit war Irland in der gleichen Zeitzone wie Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz, Luxemburg, etc).
1971 ist man wieder auf die ursprüngliche irische Zeit umgestiegen. In den 80er Jahren hat man sich der harmonisierten europäischen Zeitumstellungen angepasst.

Heute

Heute ist es hier eine Stunde früher als bei meinen kontinentaleuropäischen Freunden. Im Winter, wie im Sommer.