Irischer Fußball Nationalspieler 2014 im Spiel gegen Österreich

Robbie Keane 2014 gegen Österreich

Die Nationalmannschaft der Republik Irland spielt ihre Heimspiele im AVIVA Stadion (Landsdowne Road) in Dublin. Ihr Spitzname ist The Boys in Green (Die Jungs in Grün) oder The Green Army (Die Grüne Armee). Die irische Nationalmannschaft wird von der FAI (Football Asscociation of Ireland) geregelt.

1924 – Zum Auftakt ins Viertelfinale

1924 nahm die irische Nationalmannschaft erstmals an einem internationalen Fußball Turnier teil. Bei der Sommerolympiade in Frankreich, erreichten sie das Viertelfinale.

1924 bis 1936 – Vom Freistaat zu Eire zur Republik

Von 1924 bis 1936 spielte die Mannschaft unter dem Namen Irish Freestate (Freistaat Irland) und von 1936 bis 1950 unter dem Namen Eire, bzw. Irland. Ab 1953 meldete sich die Mannschaft dann unter dem Namen Republik Irland und die nordirische Mannschaft als Nordirland.

Am Kanal gelegenes Aviva Fußballstadion, Dublin

Aviva Stadion – Dublin

1949 – Irland schlägt England

Jeder Gegner Englands ist ein Freund Irlands. Das ist im sportlichen Sinne auch heute noch im Sprachgebrauch der Iren allgegenwärtig. Im Jahr 1949 hat Irland nicht nur die Engländer 2:0 geschlagen, sondern sie waren seinerzeit die einzige Nation außerhalb des Vereinigten Königreiches, welche England besiegte.

1964 – Viertelfinale der Europameisterschaft

Das war ein weiterer großer Erfolg der kleinen Fußballnation Irland. Sie wurden erst durch die Spanier im Viertelfinale eliminiert.

1993 – 6. der Weltrangliste

Unter Führung von Jack Charlton, erreichte die Republik Irland im Jahr 1993 den 6. Platz der Fußball-Weltrangliste. Das war bis zu diesem und seit diesem Zeitpunkt, der höchste Platz der Weltrangliste, den Irland je erreichte.

1988 – Umarmung? Oder gar Kuss?!

Wenn Sie einen Iren dazu bewegen möchten, dass er Sie nicht nur umarmt, sonder vielleicht sogar küsst, dann sagen Sie einfach nur “Stuttgart 1988” (auf Englisch).

Logo der UEFA EM in Deutschland

Fußball EM 1988

Da hatten die Iren, im Rahmen der UEFA Europameisterschaft, den Erzrivalen England 1:0 geschlagen. Ich war damals in Berchtesgaden und hatte mit einem Engländer gewettet das die Iren das Spiel gewinnen würden. Ich habe Wochen gebraucht, bis ich meinen Gewinn (in Form von Bierkisten) wegtrinken konnte.

2002 – Deutschland ganz klar 1:1 geschlagen

Im Jahre 2002 hatten die Iren sich nicht nur für die Weltmeisterschaft qualifiziert, sondern sie waren seinerzeit die einzige Mannschaft die es schaffte Oliver Kahn zu bewältigen. Sie besiegten die Deutschen, ganz klar mit 1:1. Der Grund warum das Spiel als ganz klarer Sieg der Iren über die Deutschen einging, liegt daran, das die Deutschen bis dahin kein Tor gefangen hatten.
Erst im Viertelfinale schieden die Iren, im Elfmeterschießen, gegen die Spanier aus.

2010 – Zur WM betrogen und belogen

Für die Fußballweltmeisterschaft in Südafrika hatten die Iren sich bereits so gut wie qualifiziert. Sie waren, genau wie Italien, in der Qualifikationsrunde ungeschlagen und hatten vier Qualifikationsspiele gewonnen und sechs unentschieden gespielt. Nun kam es zu Playoffs und den Iren wurde Frankreich zugelost.
Nachdem sie in Dublin gegen Frankreich 1:0 verloren hatten, führten sie zum Ende der regulären Spielzeit im Rückspiel 1:0.
Es kam zur Verlängerung. In der 103. Minute gab es einen Angriff der Franzosen. Der Ball war nicht akkurat, sondern wäre, wenn es nicht die Hand von Henry gegeben hätte, knapp am irischen Tor vorbei gegangen. doch die Hand Henrys lenkt die Kugel diskret in das irische Tor.

Die Niederlage Irlands war perfekt. Henry hatte sich unmittelbar nach dem Schlusspfiff für das Hand-Tor entschuldigt. Die Iren beantragten daraufhin eine Neuauflage des Spiels, dieser Antrag wurde allerdings ohne weitere Begründung abgelehnt. Diese Fehlentscheidung hatte dazu geführt das Irland in Südafrika nicht vertreten war und sollte auch der Zukunft Giovanni Trappatonis nicht zugute kommen.

2012 – Polen und Ukraine

Unter Giovanni Trapattoni qualifizierte sich die Republik Irland zur EM in Polen/Ukraine. Die Iren waren tatsächlich die Mannschaft mit der größten Gefolgschaft. Irische Fußballfans mit einem Scherzbanner "Angela Merkel denkt wir arbeiten"Über 30.000 Fans folgten ihren Fußball-Idolen. Irland hatte somit die größte Fangemeinde der Fußball EM 2012.

Die Iren hatten eine lächerliche Gruppe. Italien, Kroatien und Spanien versuchten den Iren das Wasser zu reichen. Den Iren wurde es langweilig und die Hotelkosten waren zu hoch, daher entschieden sie sich zurück in die Heimat zu reisen. 😉

Das war übrigens der Anfang des Endes von Giovanni Tapattoni.

2012 – Oktober Spiel gegen Deutschland

Im Oktober 2012 traf Irland wieder einmal auf Deutschland. Es war ein Qualifikationsspiel für die darauffolgende Weltmeisterschaft. Die Iren sollten dieses Spiel, knapp, mit 6:1 verlieren.

Verloren? – Hauptsache viele Tore!

Ich war damals, als Reiseleiter, auf Tour und konnte dem Spektakel nicht beiwohnen.

Mannschaftsfoto der deutschen Fußball-Nationalmannschaft 2012

Deutsche Fußball-Nationalmannschaft 2012

Am Abend nach der 1:6 Niederlage der Iren, rief ich ein paar irische Freunde, welche das Spiel besuchten, an und erkundigte mich wie es ihnen geht.
Als Deutscher erwartetet ich eigentlich das meine irischen Freunde depressiv seien.
Weit gefehlt. Sie feierten und waren guter Dinge. Als ich sie fragte warum sie so gut drauf sind entgegneten sie mir “WOLFGANG! – das war echt das Geld wert, 7 tolle Tore – das hat man nicht oft”.

Dabei sein ist alles

Hier muss ich sagen, dass ist typisch irisch. Man freut sich einfach. Gute Tore, gutes Spiel. Darum geht es. Natürlich ist man traurig wenn die eigene Mannschaft nicht gewinnt, aber diese “Trauer” ist schnell vorbei und schon freut man sich über das was man gesehen hat.

Friedliche irische Fans auf der Tribüne

Friedliche irische Fans

Immer friedlich

In Irland gibt es, im Rahmen sportlicher Veranstaltungen, keinerlei gewaltsamen Ausschreitungen. Man kennt es von der Nachbarinsel (Großbritannien), aber kann es in Irland nicht nachvollziehen. Es gibt sportliche Großveranstaltungen, wo zig-tausende von Fans gegnerischer Mannschaften zusammen sitze oder stehen. Die Polizeieinsätze während dieser Großveranstaltungen, dienen in der Regel zur Verkehrsregelung.

Die Iren sind ein immer feierndes Volk.