3.000 Jahre und immer noch stark

Hurling (Camogie für Frauen) ist, wie Gaelic Football,  eine über 3.000 Jahre alte irische Mannschaft-Sportart.

Das schnellste Feldspiel der Welt

Gespielt wird Hurling auf Sportplätzen, die etwas kürzer als die uns bekannten Fußballplätze sind. Dafür sind die Plätze etwas breiter.
Die Mannschaften bestehen aus jeweils 15 Spielern. Die Spielzeit beträgt zweimal 35 Minuten. Es handelt sich hier ganz offiziell um die schnellste Feldsportart der Welt. Nehmen Sie sich bitte mal die Zeit um den folgenden Videoclip anzuschauen.

Mit hartem Holz auf harte Schädel

Die Schläger, auch Hurleys oder Hurls genannt, sehen aus wie kleine Ruder und werden aus Eschenholz hergestellt. Sind also sehr hart.
Gespielt wird mit einem Ball (Slither), in etwa so groß wie ein Tennisball. Früher waren die Bälle aus Leder, heute sind sie aus Kunststoff.

Hurlingball

Ein Hurlingball. Slither genannt

Der untere Teil eines Tores sieht aus wie ein Fußballtor. Nach oben herausragend sehen wir zwei Gestänge, ähnlich wie beim Rugby oder American Footballs.
Wenn der Ball im Netz des unteren Tores zappelt, dann bekommt man 3 Punkte. Sollte der Ball über das Netz, zwischen das Gestänge gelangen, dann erhält man 1 Punkt.

Gaelic Sport Tor mit Netz und Gestrebe

Ein Hurling oder Gaelic Football Tor

Die Sportart ist äußerst Körperintensiv. Die Schläger werden nicht nur dazu benutzt um den Ball vorwärts zu bewegen, sondern auch um den Gegner aus dem Weg zu schaffen. Das ist inoffiziell, aber es passiert.

Bis vor wenigen Jahren gab es bei dieser Sportart keine Helmpflicht. Über viele Jahre wurde darüber debattiert, bis sich die Helm Befürworter letztendlich durchgesetzt haben. Früher war es tatsächlich so, dass fast alljährlich Spieler im Koma lagen und manche nie wieder erwacht sind.

Dachverband GAA

Hurling und Gaelic Football werden vom Gälischen Athleten Verband (GAA) verwaltet

Sehr beliebt und immer friedlich

Hurling, genau wie Gaelic Football, erfreuen sich größter Beliebtheit. Bei den Endspielen erreicht man locker über 80.000 Zuschauer. Die Zuschauer werden im Stadion nicht unbedingt getrennt. Auf den Sitzplatzrängen teilt man sich die Tribüne. Es wird ganz normales Bier (kein Leichtbier) ausgeschenkt.
Man hat keine Angst vor Ausschreitungen. In Irland gibt es keinerlei Gewalt bei sportlichen Veranstaltungen.

Man kennt dieses Phänomen nur von der Nachbarinsel England.
In Irland, versteht man allerdings nicht warum man sich nach einer Sportveranstaltung schlagen möchte.
Auch in Irland ist bei diesen Massenveranstaltungen viel Polizei im Einsatz. Ihre Aufgabe ist jedoch den Verkehr zu leiten.