Die irische Agrar-Nahrungsmittelindustrie

Laut des Ministeriums für Landwirtschaft, Lebensmittel und Marine  (DAFM), steuert der Agrar-Nahrungsmittelsektor etwa 24€ Mrd. der nationalen Wirtschaft bei und erwirtschaftet somit 6,3% der Bruttowertschöpfung. Fast 10% des irischen Exports kommt von diesem Sektor. 7,7% der Iren leben direkt von der Landwirtschaft. Wenn wir Verarbeitung und Marketing dazu rechnen, dann kommen wir auf 10%.

Die irische Volkswirtschaft und der Beitrag des Agrar-Nahrungsmittelsektors.

Der Agrar-Nahrungsmittelsektor ist einer der wichtigsten heimischen Produktionssektoren Irlands.
Etwa 150.000 Menschen arbeiten in diesem Bereich.
Das beinhaltet ca. 600 Nahrungsmittelfirmen (Landwirtschaft und Fischerei)  in Irland. Diese 600 Firmen exportieren etwa 85% ihrer Produkte nach 160 Ländern.
Studien haben ergeben, dass Investition in die Landwirtschaft, erzielen größere Dividenden als Investitionen in anderen Bereichen der irischen Wirtschaft.
Der Grund: landwirtschaftliche Betriebe kaufen 71%, ihrer Rohmaterialien und Dienstleistungen, von irischen Anbietern. Wobei es bei anderen Herstellungsbetrieben nur 44% beträgt.

Laut der Zentrale des irischen Amt für Statistiken  (CSO), beträgt der Agrar-Nahrungsmittelbereich Beitrag zum Bruttosozialprodukts ca. 7%. Wobei die reine Landwirtschaft etwa 2,5% beträgt.

Beitrag des Agrar-Nahrungsmittelsektors zur Bruttowertschöpfung (BWS) im Jahr 2010 mio€
Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Bezug auf Kostenfaktoren 140.383
BWS in primärer Landwirtschaft, Fischerei und Forstwirtschaft im Bezug auf Kostenfaktoren 3.493
BWS im Getränke- und Nahrungsmittelsektor 6.150
BWS in der Holzverarbeitung 168
Gesamt 9.811
BWS  im primären Sektor als % vom gesamter Bruttowertschöpfung 2,5%
BWS im gesamten Agrar Sektor vom Gesamt-BWS 7,0%
Source: CSO (Irisches amt für statistiken)

 

Beschäftigung im landwirtschaftlichen Nahrungsmittelsektor

 

Beschäftigungsbereiche im Agrar-Nahrungsmittelbereich, 2011

 

Composition of Employment in the Agri-Food sector, 2011

Getränke 4%, Holzverarbeitung 3%, Agrarwirtschaft 55%, Forstwirtschaft & Abholzung 2%, Fischerei 1%, Lebensmittelproduktion 35%

Quelle: CSO QNHS 4. Quartal, 2011

 

Agrar-Nahrungsmittelexporte

Exporte von Agrar-Nahrungsmitteln nehmen fast 10% aller irischer Exporte ein. Wenn man jedoch die niedrigen Agrar-Importe und die niedrigen Profitrückführungen berücksichtigt, dann steht der Agrar-Nahrungsmittelbereich tatsächlich für 25% aller ausländischer Erträge.

Exporte irischer Nahrungsmittel und Getränke sind im vergangenen Jahr um 12% gestiegen. Somit hatten wir über die vergangenen zwei Jahre einen Zuwachs von 25%, mit einem Wert von 8,9€ Mrd.
Das Ziel ist es, den Wert bis 2020 auf 12€ Mrd. zu steigern. Das heißt das bis 2020 ein steter Zuwachs stattfinden muss.

Agrar-Nahrungsmittel Exporte 2010-2011

Agrar nahrungsmittel exporte Irland 2010-2011 GB + NI
Weltweit GB + NI % Gesamt
SITC Bereich (1 ziffer) und sparte (2 ziffern) 2010 2011 2011 2011
EUR 000
0 Lebensmittel und lebende Tiere 6.982.912 7.851.202 3.446.331 43,9
00 Lebende Tiere, anders als Tiere der Sparte 03 338.680 353.585 219.934 62,2
01 Fleisch & Fleischvorbereitungen 2.407.389 2.759.293 1.321.067 47,9
02 Molkereiprodukte und Vogeleier 1.430.818 1.776.294 759.355 42,7
03 Fisch, Schalentiere, Weichtiere und entsprechende Präparate 370.523 416.682 37.022 8,9
04 Getreide & Getreide-Präparate 216.990 267.210 232.998 87,2
05 Gemüse & Obst 225.324 223.990 196.695 87,8
06 Zucker,Zucker-Präparate & Honig 81.593 87.907 30.771 35,0
07 Kaffee, Tee, Kakao, Gewürze & Hersteller dieser Produkte 260.852 279.328 130.657 46,8
08 Tierfutter (außer ungemahlenes Getreide) 188.575 212.701 184.119 86,6
09 Sonstige essbare Produkte & Präparate 1.462.168 1.474.210 333.713 22,6
davon Kindernahrung 589.837 611.338 129.481 21,2
1 Getränke und Tabakwaren
11 Getränke 1.117.238 1.086.033 347.580 32,0
Gesamt – Lebensmittel, lebende Tiere und Getränke 8.100.150 8.937.235 3.793.911 42,5
Quelle: Bord Bia

 

Landnutzung

  • Irische Landwirtschaft bezieht sich in erster Linie auf Weidentierhaltung
  • Kürzlich wurden die Ergebnisse einer im Jahre 2010 durchgeführten Bestandsaufnahme der irischen Landwirtschaft veröffentlicht.
    Demnach zählten wir 139.829 Bauernhöfe. Im Juni 2000 zählten wir noch 141.527 Höfe. Über 10 Jahre ist die landwirtschaftliche Nutzfläche um 2,8% gestiegen und zwar von 4.443.071 Hektar im Juni 2000 auf 4.569.359 Hektar im Juni 2010. Die durchschnittliche Fläche eines irischen Hofes ist von 31,4 Hektar auf  32,7 Hektar gestiegen.
  • Irland hat eine Gesamtfläche von 6,9 Mio. Hektar. Ca. 4,2 Mio. Hektar dieser Fläche wird für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Das ergibt etwa 64%. Dazu kommen noch einmal 745.456 Hektar Waldfläche (10,8%).
  • Ca. 80% (3,36 Mio ha) der landwirtschaftlichen Nutzfläche ist Grasland (Silage, Heu und Weidefläche) 11% (0,46 Mio. ha) ist wildes Grasland und der Rest, ca. 9% (0,38 Mio. ha) wird zum Ackerbau genutzt.
  • Rindfleisch und Milchwirtschaft machen momentan 58% der gesamten Landwirtschaft aus.

Anzahl der Bauernhöfe und landwirtschaftlicher Nutzfläche laut Erhebung im Jahr 2010

Anzahl der Höfe und landwirtschaftlichen nutzfläche im juni 2000 und juni 2010
2000 2010 % Differenz
Anzahl der Höfe 141.527 139.829 -1,2
Landwirtschaftliche Nutzfläche, mit Ausnahme von öffentlich geteilter Flächen (Hektar) 4.443.071 4.569.359 2,8
Durchschnittliche Hofgröße (Hektar) 31,4 32,7 4,1

Bauernhof Struktur

  • Es gibt ca. 139.800 Höfe, welche als Familienbetriebe geführt werden. Sie haben eine durchschnittliche Größe von 32,7 Hektar, laut Bestandsaufnahme im Jahr 2010.

Landwirtschaftliche Bestandsaufnahmen in Bezug auf Strukturen wurden im Jahr 2003, 2005 und 2007 durchgeführt. Mit diesen Erhebungen wollten wir Veränderungen in der irischen Landwirtschaft, seit der Bestandsaufnahme 2000, erfassen. Einiger dieser Erkenntnisse werden nun, mit den Daten der 2010-Erhebung, überarbeitet.

 

Haupt-Produkte, Erträge und Exporte

Erträge, Investition und Einkommen in der Landwirtschaft, 2011

Das irische Amt für Statistiken (CSO) schätzt das die irische Landwirtschaft im Jahr 2011 einen Überschuss von 603,4 Mio. € erwirtschaften wird. Das ist ein Anstieg von 32,5% im Vergleich zum Vorjahr.

Wenn wir 2011 mit 2010 vergleichen, sehen wir einen geschätzten Wertzuwachs folgender Komponenten:

  • Waren Ausstoß zu Herstellerpreisen: 17,1% or 913 Mio. €
  • Milch: 18,6% oder 286 Mio. €
  • Rinder: 19,7 % oder 294 Mio. €
  • Schweine: 19,6% oder 64 Mio. €
  • Schafe: 13,9% oder 23 Mio. €
  • Getreide: 52,5% oder 102 Mio. €
  • Vorleistung: 11,8% oder 501 Mio. €
  • Dünger: 9,7% oder 44 Mio. €

Der Wert von Produktionsubventionen, abzüglich Steuern, ist um 11%, von  1.658 Mio. € in 2010 auf 1,841 Mio. € in 2011, gestiegen.

  • Die irische Landwirtschaft steuert etwa 2,5% dem Bruttosozialprodukt bei. Das ist ca. doppelt des EU Durchschnitts. Agrar-Nahrungsmittel Exporte machen 25% der Gesamteinnahmen auf dem ausländischen Märkten aus.
  • Rindfleisch und Milchproduktion machen 58% aller landwirtschaftlichen Einnahmen aus (2011)

Wohin werden landwirtschaftliche Erzeuge Irlands exportiert? Das Vereinigte Königreich von Großbritannien ist nach wie vor mit 43% (3,7 Mrd. €) der größte Abnehmer irischer Produkte. EU Länder Kontinentaleuropas machen etwa 34% (über 3 Mrd. €) des Marktes aus.

  • 2011 hat Irland über 90% der gesamten Rindfleischproduktion exportiert. Somit ist Irland der größte Rindfleisch-Exporteur der EU und der viert größte Rindfleisch-Exporteur der Welt. Der heimische Markt konsumiert weniger als 10% der irischen Rindfleischproduktion.  Agrar-Nahrungsmittel Exporte, welche Molkereiprodukte und Zutaten ausmachen, liegen bei 30%. Rind und Kalb 21%, Fertigessen 18%, Getränke 14%, Meeresfrüchte 5%, Schweinefleisch 4%, während lebendige Tiere zu 2% aus Schafen und Schaffleisch ausmacht. Gartenerzeugnisse und Geflügel macht auch noch einmal jeweils 2% aus.

Rinder und Rindfleisch

  • Am 30. Juni 2011 zählten wir in Irland 6,5 Mio. Rinder. Das repräsentiert einen Fall von 2% zum Vorjahr.
  • Irische Rindfleisch wird hauptsächlich durch reine Weidehaltung erzeugt. 2011 wurden 548.000 Tonnen produziert.
  • 2011 hat Irland ca. 510.000 Tonnen (1,8 Mrd. €) Rindfleisch exportiert.
  • 2011 wurden 215.000 lebendige Rinder (205 Mio. €) exportiert.

Schafe und Schaffleisch

  • Eine Bestandsaufnahme im Jahr 2011 hat ergeben, dass wir 4,8 Mio. Schafe gezählt haben. Das ist ein 4%iger Anstieg zum Vorjahr. Die Zuchtherde ist um 1% gewachsen und zählt jetzt 2,51 Mio. Stück.
  • 2011 hat Irland ca. 37.000 t Schaffleisch (180 Mio. €) exportiert.
  • Frankreich ist mit 48% der größte Abnehmer irischen Schaffleischs. Das Vereinigte Königreich von Großbritannien ist mit 29% auch ein wichtiger Abnehmer.

Schweine und Schweinefleisch

  • Laut der Bestandsaufnahme von 2011, zählten wir 1,56 Mio. Schweine in Irland. Das ist ein 2%iger Anstieg zum Vorjahr.
  • 2011 hat Irland ca. 168.000 t Schweinefleisch, mit einem Wert von 395 Mio. €, exportiert.
  • Das Vereinigte Königreich war mit 46% der größte Abnehmer irischen Schweinefleischs. Andere kontinental europäische EU Länder haben 28% und weitere internationale Märkte haben 26% des irischen Schweinefleischs abgenommen.

Molkereiprodukte

  • 2011 wurden insgesamt 5.400 Mio. l Milch produziert.
  • 495 Mio. l wurden als Flüssigmilch konsumiert. Ferner wurden 136.000 t Butter produziert, während 179.000 t Käse hergestellt wurde.
  • 2011 ist der Export irischer Molkereiprodukte um 17%, auf 2,67 Mrd € angestiegen.

Der Nettobeitrag des Agrar-Nahrungsmittel Sektors in Bezug auf volkswirtschaftliche Einnahmen

Der volkswirtschaftliche Beitrag des Agrar-Nahrungsmittel Sektors ist enorm. Hier die Ergebnisse einer Studie des irischen Wirtschaftswissenschaftlers  Brendan Riordan.

  • Beitrag von ca. 30% des gesamten Nettoeinkommens von primärer und herstellender Industrie.
  • Das ist ca. doppelt so viel wie der Export Beitrag dieses Sektors. Die Hauptgründe für den unverhältnismäßig großen Nettobeitrag des Sektors zum Exporterlös sind; geringe Importabhängigkeit. Für die Hälfte aller gekauften irischen Waren und Dienstleistungen durch die verarbeitende Industrie und die niedrige Gewinnrückführung unter seinen Verarbeitungsunternehmen .

Dieser Beitrag wird auch durch die Tatsache gefördert, dass für jede 100€ der Exporte, erzielt der “Bio-Sektor” deutlich höhere Netto-Deviseneinnahmen als der “Nicht-Bio-Sektor”. Im Jahr 2005 war das 48€ für den “Bio-Sektor” im Gegensatz zu 19€ für den “Nicht-Bio-Sektor”. Der größte Unterschied zwischen dem “Bio-Sektor” und dem “Nicht-Bio-Sektor” war im Importgehalt der Exporte. Das waren 38€ pro 100€ in dem “Bio-Sektor”, aber 58€ pro 100€ des Exports in dem “Nicht-Bio-Sektor”.

Nationale landwirtschaftliche Bestandsaufnahme (NFS) 2010

2010 haben 1.050 landwirtschaftliche Betriebe bei einer Umfrage teilgenommen, welche von  Teagasc durchgeführt wurde (National Farm Survey (NFS)). Diese Betriebe repräsentieren etwa 99.500 Höfe. 2010 war ein sehr gutes Jahr für die Landwirtschaft. Das durchschnittleiche Einkommen war etwa 46% höher als im Vorjahr. Dazu muss gesagt werden, dass 2009 ein sehr schlechtes Jahr war. Das durchschnittliche Jahreseinkommen eines landwirtschaftlichen Betriebes lag 2010 bei etwa 17.771€. Während dieses Einkommen um 46% höher als im Jahr 2009 ist, so ist es nur ein Anstieg von etwa 5% im Vergleich zu 2008 und ein Verlust von 10% im Vergleich zu 2007.

  • Dieses durchschnittliche Einkommen verbirgt die gemischten Schicksale der unterschiedlichen landwirtschaftlichen Sparten. Während das Familieneinkommen auf Milchwirtschaft- und Ackerbaubetrieben gewaltig angestiegen ist (81% und 141% respektive), so haben Rinder- und Schafbauern nicht so gut abgeschnitten. Die Einnahmen bei der Rinderhaltung sind um 8% und bei den Schafbauern um 15% gestiegen.
  • Milchwirtschaftsbetriebe haben von einer erheblichen Erholung des Weltmarktes in Bezug auf Molkereiprodukte profitiert. Es konnte ein 20%iger Anstieg der Produktion, im Vergleich zum Vorjahr, erreicht werden.
  • Ackerbaubetriebe profitierten von einem sehr lebhaften Getreidemarkt. Von 2009 auf 2010 ist die Produktion um 40% gestiegen.
  • Insgesamt ist die Produktion von Rinderzuchtbetrieben (Muttertierhaltung) von 2009 auf 2010 um 10% gestiegen. In Bezug auf andere Rinderzuchtbetrieben, betrug der Wachstum nur 1%.
  • Schafbauern erlebten 2010 einen Produktionszuwachs von 11%. Schafbauern erfreuten sich über bessere Lammpreise. Ferner wurde eine Subvention eingeführt, wobei ein Schäfer ca. 9,20€ pro Mutterschaf erhielt. Diese Zahlung wurde mit als Ertrag berücksichtigt.
  • Über alle landwirtschaftlichen Sparten ist die Investition um 5% gestiegen. Insgesamt sind die Subventionen im Vergleich auf 2009 unverändert geblieben.
  • 2010 machten Subventionen etwa 98% aller landwirtschaftlichen Familieneinkommen aus. Dies wird in unabsehbarer Zeit auch so bleiben. Der preisliche Anstieg von landwirtschaftlichen Erzeugnissen führte zu einer 23%igen Einkommenserhöhung zwischen 2009 und 2010.
  • 2009 hatten 54% aller irischer Landwirte noch außerhalb des Hofes einen Arbeitsplatz. Dieser Umstand änderte sich in 2010. 2010 waren es noch 51% aller Landwirte, die neben dem Hof einer weiteren Beschäftigung nachgingen. I

Überblick der Milchwirtschaft

2010 gab es ca. 16.000 spezialisierte Milchwirtschaftsbetriebe in Irland. Das Einkommen dieser Betriebe ist 2010, im Vergleich zum sehr schwachen 2009, erheblich angestiegen. Von 2009 auf 2010 ist die Produktion um 20% angestiegen. Diagramm 8.

Figure 8

Der Zuwachs der Produktion machte sich im Volumen, aber auch in Bezug auf die Wertschöpfung bemerkbar. Die Milchpreise sind von 2009 auf 2010 um 29% gestiegen. Das produzierte Milchvolumen ist um fast 8% angestiegen. Der Umfang von direkten Subventionen ist 2009 auf 2010 um 2% gefallen und machte etwa 16% des gesamten Einkommens in 2010, aus.

Überblick der Rinderzucht

Bei der Bestandsaufnahme im Jahr 2010 zählten wir etwa 23.000 Rinderzuchtbetriebe. Muttertierhaltung ist das dominierende System. Aufgrund besserer Rinderpreise konnte das Einkommen, von 2009 auf 2010, um 11% anwachsen. Diagramm 9.

Figure 9

Der Gesamtwert von Subventionen ist von 2009 auf 2010 leicht angestiegen. Subventionen machen 50% des Gesamteinkommens aus. The total value of direct payments increased slightly from 2009 to 2010 and comprised 50% of total farm gross output on cattle rearing farms in 2010. Insgesamt sind die Investitionen auf diesen Höfen, zwischen 2009 und 2010 um 8% angewachsen.

Überblick anderer Rinderzuchtbetriebe

Insgesamt zählten wir im Jahr 2010 knapp 32.000 Rinder auf Höfen, die sich nicht ausschließlich der Rinderzucht widmeten, oder Höfe die keine Muttertierhaltung betrieben. Auf diesen Höfen wuchs die Produktion von 2009 auf 2010 um 6% (Siehe Diagramm 10). Dieser Zuwachs war unzureichend, wenn man eine 4%ige Reduzierung von Subventionen berücksichtigt. Mit Investitionen um 2% fallend, war der durchschnittliche Investitionszuwachs 4% höher als auf Höfen die sich der Muttertierhaltung widmeten.

Figure 10

Überblick der Höfe gemischter Viehhaltung

Bei der Bestandsaufnahme im Jahr 2010 zählten wir etwa 5.000 Höfe die eine gemischte Tierhaltung betrieben. Die meisten dieser Betriebe betrieben Milchwirtschaft – wobei die Milchwirtschaft nicht der Hauptzweig stellte. Daher der Begriff “gemischte Viehhaltung”.  Da es sich um Mischbetriebe handelt, profitieren diese oftmals von steigenden Milchpreisen und zu einem geringeren Maß, Getreidepreisen. Im Schnitt wurde 64% der Erträge durch Milchwirtschaft erzielt.  Das Einkommen dieser Höfe hat sich von 2009 auf 2010 um 55% erhöht. Die Produktion konnte im gleichen Zeitraum um 17% erhöht werden, wobei der Wert von direkten Subventionen um 4% fiel.

Figure 11

Überblick des Schafhaltung-Systems

Im Rahmen der Bestandsaufnahme im Jahr 2010 wurden ca. 17.000 Höfe erfasst die sich hauptsächlich der Schafhaltung widmen. Dessen Einkommen ist von 2009 auf 2010 um 15% gestiegen.  Dieser Anstieg ist fast ausschließlich das Ergebnis von einer gesteigerten Produktion. Lammpreise sind um 17% gestiegen. Schäfer profitierten auch von der Subvention von Schafweiden, obwohl die Schäfer dieses Geld erst Anfang 2011 erhielten, haben wir dieses Geld als Einkommen des Jahres 2010 mit berücksichtigt. Diese Zahlung hat einen Wert von etwa 9,20€ pro Mutterschaf.

Figure 12

Überblick der Ackerbau Höfe

Bei der Bestandsaufnahme des Jahres 2010 haben wir etwa 6.500 Höfe erfasst die in erster Linie Ackerbau betreiben. Das Einkommen auf diesen Höfen ist zwischen 2009 und 2010 um 141% gestiegen. Hier muss allerdings unbedingt erwähnt werden, dass 2009 ein enorm schwaches Jahr war. In 2010 wurde ein Produktionszuwachs von 55% erreicht. Ernte-Erträge pro Hektar wurden um 5% erhöht und Geldwert-Erträge pro Hektar Weizen wuchs um 56%. Investition ist im gleichen Zeitraum um 9% gestiegen.

Figure 13

Links zu diversen staatlichen Agenturen

An Bord Bia
Marine Institute
National Milk Agency
Coillte
Bord Iascaigh Mhara
Veterinary Council of Ireland