Dublin ist die Hauptstadt der Republik Irland und die größte Stadt der Insel Irland.

 

Im Jahre 795 sollen die ersten Wikinger Fuß auf den Boden des heutigen Dublins gesetzt haben. Sie kamen, sie sahen und gingen wieder. Wir gehen davon aus das es regnete.

Erst im 9. Jahrhundert sollten sie wieder kommen um eine Ortschaft am Ort des heutigen Dublins zu befestigen.

Klein aber Fein

Die Stadt Dublin hat eine Fläche von etwa 115 qkm. Der Großraum Dublin verfügt über eine Fläche von etwa 318 qkm, wobei die Grafschaft Dublin über eine Fläche von 921 qkm verfügt.

800.000 Pendler

Die Stadt Dublin zählt ca 500.000 Einwohner. Der Großraum Dublin etwas unter 1,2 Mio. Menschen.
Tagtäglich quälen sich 800.000 Pendler morgens in die Stadt und abends wieder raus.
Das heißt das sich täglich ca. 2 Mio. Menschen in der irischen Hauptstadt aufhalten, dass ist fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung der Republik Irland.
In Dublin gibt es Hochschulen und Arbeitsplätze.

Wochenends pendeln nicht weniger Menschen zwischen Umland und Hauptstadt, allerdings kommen die Pendler wochenends nicht zu Stoßzeiten.
Dublin hat einen enorm hohen Unterhaltungswert. Ob Konzerte, Zoo, Museen, sportliche Veranstaltungen etc, es gibt immer einen Grund nach Dublin zu reisen.

Literatur

Ich glaube den meisten meiner Leser geht es nicht anders als mir selbst und versuchen ihre Vorfreude mit handfester Literatur zu befriedigen. Ich habe eine ganze Reihe von Stadtführer in meinem Besitz und stöbere sogar noch Jahre nach meinen Urlauben in diesen Büchern.

Sehenswürdigkeiten

Hauptpostamt (GPO)

Sehenswürdigkeiten gibt es in Dublin viele.

Dublin Hauptpostamt Fassade

Dublin GPO (Hauptpostamt)

 

Dazu gehört mit Sicherheit auch das Hauptpostamt auf der O’Connell Street, welches der Dreh- und Angelpunkt des Osteraufstandes von 1916 war.

Rotunda Entbindungsklinik
Deutscher Architekt

Die Rotunda Entbindungsklinik wurde im 18 Jahrhundert gebaut und in Betrieb genommen. Dieses Krankenhaus gilt als weltweit erste zweckmäßig gebaute Entbindungsklinik. Wartezeit ca. 9 Monate.

Rotunda Entbindungsklinik im Jahre 1837

Rotunda Entbindungsklinik im Jahre 1837

Architekt dieses Krankenhauses war ein Deutscher namens Richard Cassels (auch als Richard Castle bekannt).
Dieser Mann war seinerzeit eigentlich eher bekannt dafür das er Wohnhäuser für die Bessergestellten Irlands entwarf.
Auch das Leinster Haus, heutiger Sitz des irischen Parlaments, wurde von ihm ursprünglich als Residenz des damaligen Earl of Leinster entworfen.

Dublin Castle

Auch das Dublin Castle ist ein Besuch wert.
Vom eigentlichen Castle ist nichts mehr übrig, mit Ausnahme des “Record Towers”.

Dublin Castle inner yard

Dublin Castle

Die Bauten die man auf dem Gelände heute bestaunen darf stammen größtenteils aus dem 18. und 19.  Jahrhundert.

Seit der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts war “Dublin Castle” Sitz der englischen (später britischen) “Vorherrschaft” Irlands.

Die Briten haben über Jahrhunderte hinweg vergeblich versucht Irland von dort aus zu regieren.
Wenn man sich den Torbogen von Dublin Castle näher anschaut, wird man feststellen das Justitia dem Volk den Rücken zuwendet.

Heute finden in Dublin Castle wichtige Staatsempfänge statt. Auch die Präsidenten Irlands werden dort eingeschworen.

Dublin’s Kathedralen

St. Patricks Kathedrale ist, neben Christ Church Kathedrale,  eine von zwei anglikanischen (protestantisch) Kathedralen Dublins.

Bild von der St. Patricks Kathedrale Dublin

St. Patricks Kathedrale, Dublin

Wie in allen anglikanischen Kathedralen Irlands, zahlt man auch dort Eintritt.

Bild von Christ Church Kathedrale Dublin

Christ Church Cathedral Dublin

Dublin hat offiziell keine römisch-katholische Kathedrale, da Christ Church eigentlich diese sein sollte.
Die Katholiken Dublins benutzen eine proforma Kathedrale (Pro Cathedrale) als solches.

Hauptschiff von der katholischen Proforma Kathedrale

Dublins Marien Pro-Kathedrale (katholisch)

Der anglikanische Erzbischof von Dublin, Michael Jackson, hat seinem katholischen Kollegen angeboten, die Christ Church Kathedrale gemeinsam zu nutzen. Der römisch katholische Kollege hat jedoch, aufgrund der geschichtlichen Hintergründe dankend abgelehnt.

Trinity College

Das Trinity College, welches ursprünglich nur für protestantische Männer zugänglich war, wurde von der englischen Königin Elizabeth I im späten 16. Jahrhundert eröffnet.

Bibliothek des Trinity Colleges

Bibliothek (Long Room) des Trinity Colleges

Neben einem sehr sehenswürdigen Campus, beherbergt die alte Bibliothek auch das legendäre Book of Kells, Book of Durrow und Book of Armagh.
Ferner kann man den “Long Room” und die älteste Harfe Irlands – welche auch die Vorlage des irischen Nationalsymbols ist, bewundern.

Georgianisches Dublin

Zum georgianischen Dublin  gehören nicht nur die bunten Türen Dublins, sondern ganz besonders auch die vielen georgianischen Parkanlagen – so wie Merrion Square, Stephens Green oder Fitzwilliam Square – um nur einige zu nennen.

 

Georgianische Häuser samt bunter Türen

Häuserzeile des georgianischen Dublins

In Dublin hat man sich zwischen den Jahren 1714 und 1830 sehr streng an einen ganz bestimmten Baustil gehalten und davon durfte man auch nicht abweichen. Dieser Stil wurde mehr oder weniger während dieser Zeit in ganz Großbritannien verbaut. Heute sagt man, dass Dublin die best erhaltenen georgianischen Straßenzüge der britischen Inseln beherbergt.

Museen und Galerien
Staatliche Museen in Irland sind kostenfrei

Alle nationalen Museen Irlands sind kostenfrei. Bitten jedoch um Spenden und die sind in der Regel freiwillig.
Achtung, die staatlichen Museen Irlands sind montags geschlossen.

The Little Museum of Dublin

The Little Museum of Dublin ist eine relativ neue Bereicherung für Dublin. Es ist privat und somit nicht kostenfrei.
Das Museum ist in einem georgianischen Haus aus dem 18. Jahrhundert. Es bietet gute Einblicke in das Leben Dublins im 18. Jahrhundert. Ferner hat es eine sehr gute Ausstellung bezüglich der irischen Musikgruppe U2.

Dublinia

Dublinia ist eine einzigartige Ausstellung über das mittelalterliche Dublin. Dublinia ist nicht kostenlos.

Für mich ist diese Ausstellung ganz besonders im Bezug auf die Wikinger-Geschichte Dublins von größter Bedeutung.
Es handelt sich hier um eine äußerst beeindruckende Darstellung. Man kann dort den ganzen Tag verbringen.

Unterhaltung

Templebar

Auch das Templebar Gebiet ist nicht von schlechten Eltern. Die “längste Theke Irlands” wird das Gebiet auch genannt.

Eckkneipe im Templebar Viertel

Typisches Bild im Templebar Viertel

Ein Pub (Pub – Public House/Wirtshaus) nach dem anderen.
Es gab eine Zeit, wo dieses Viertel abgerissen werden sollte, um einem Busdepot für Dublin Bus Platz zu schaffen.
Die Dubliner schafften es allerdings sich mit verschiedenen Aktionen durchzusetzen um dieses Viertel als Künstler und Kneipenviertel beizubehalten.

Nicht billig

Es muss erwähnt werden, dass ein Bierchen dort schon einmal recht teuer sein kann.
Ich hatte dort vergangenes Jahr (2014) im Frühling ein Pint (568ml) Smithwicks bestellt. In Kerry würde ich etwa €3,80 bezahlen, im Templebar Viertel wollte der Wirt knapp €7,- von mir. Als ich das Glas, nachdem es leer, war vorsichtig einpackte fing er auch noch an zu schimpfen. Ich dachte das Glas wäre bei diesen Preisen mein Eigentum.
Das Templebar Gebiet bietet bei jeder Tageszeit ein ungemein gutes Unterhaltungsprogramm. In irgendeinem Pub gibt es immer traditionelle irische Live Musik.
Auch kulinarisch hat das Viertel und die Umgebung sehr viel zu bieten.

Stöckelschuhe sind in diesem Viertel nicht zu empfehlen, aufgrund der sehr unebenen Kopfsteinpflaster. Das gilt auch für Frauen 😉

Achtung Diebe

Wie in jeder anderen größeren Stadt, sollte man auch hier auf Taschendiebe vorbereitet sein. Auch wenn das kein typisch irisches Problem ist. In Irland wird eher geschossen, als die Taschen geleert ;-).

Etwas geheimer

Wer einmal ein Pub ganz besonderer Art erleben möchte, kehrt in das “The Celt” Pub ein. Es befindet sich auf der Nordseite Dublins. Auf der Talbot Street. Ein absolutes Muss für Liebhaber der irischen Musik. Da tanzt der Bär. Man kann dort übrigens auch ganz gut essen. Das ist etwas was sich erst in den letzten Jahren durchgesetzt hat.
Sollte man jedoch in das Pub marschieren und eine ganze Menge Menschen essen sehen, dann bitte nicht kehrt-wenden, weil man glaubt das sei ein Restaurant. Ist es nicht. The Celt ist was man es möchte zu sein.

Einfach Platz nehmen

Das Arlington Hotel ist auch ein kleiner Geheimtipp. Nicht nur, weil es ein guter Programmpunkt ist, sondern weil Touristen normalerweise bei der Einkehr glauben, sie müssten dort etwas essen um an dem spektakulären Abendprogramm teilzuhaben.
So ist es nicht. Wenn man dort einläuft wird man begrüßt und ja, es wird einem nahegelegt einen Tisch mit Abendessen einzunehmen. Man kann sich jedoch auch ganz einfach an die Bar setzen und kostenlos einige der besten irischen Tänze etc. “mitzunehmen”. Kamera nicht vergessen.

Stadtrundfahrten

Es werden eine ganze Reihe Stadtrundfahrten angeboten.

Dublin Bus ist von den Dubliner Verkehrsbetrieben. Die Webseite ist auf Deutsch.
City Sightseeing ist privat und sie haben keine deutsche Webseite.
Beide bieten deutschsprachige Informationen über Kopfhörer, aber das ist bei weitem nicht so gut wie der live Text des Stadtführers.

Beide kosten fast EUR 20 (Erwachsener, sie Webseite für Details), obwohl man hier bei online Buchungen gute Rabatte ergattern kann. Bei beiden Unternehmen kann man jederzeit (bei Haltestellen) aus- und auch wieder einsteigen.
Die Karten sind bei beiden Unternehmen mindestens 24 Stunden gültig, manchmal sogar 48 Stunden.

Viking Splash ist eine ganz andere Erfahrung. Voll auf Spaß-Faktor ausgelegt, wird man nicht wirklich wertvolle Informationen über Dublin und Dublins Geschichte erfahren.
Ich möchte nicht sagen das es gar keine wertvollen Informationen gibt, aber man muss sich schon mit der Geschichte und den Gegebenheiten der Stadt auskennen um zu wissen was nun wertvoll ist und was einfach nur Quatsch ist.

Tatsache ist, falls man es nicht allzu eng mit Informationen nimmt und einfach nur viel Spaß möchte, dann ist diese Tour die Lösung.
Die Tour kostet pro Erwachsener momentan EUR 22 (online EUR 20) und garantiert ein eintauchen in ein Kanalbecken in Dublin.

Es gibt mehr zu sehen

Mit Sicherheit gibt es weit mehr zu sehen, als hier aufgeführt.

Guinness Storehouse

Angepriesen wird oft das Guinness Storehouse.
Ich muss ganz ehrlich sagen, ich finde es ist total überbewertet.
Das Guinness Storehouse ist ein genialer Streich.
Sieben Etagen lautstarke Werbung und Gäste zahlen bis zu EUR 15 um dieser Werbung ausgesetzt zu sein.
Das Storehouse hat, meiner Meinung, nach einen einzigen wirklichen Höhepunkt und das ist die Gravity Bar in der siebten Etage. Ein 360 Grad Rundblick über Dublin.
Falls man darauf verzichten kann, dann kann man dieses Geld auch für einen, oder vielleicht sogar mehrere andere Sehenswürdigkeiten einsetzen.

Kilmainham Jail

Das Kilmainham Jail ist in Bezug auf die moderne irische Geschichte von größter Bedeutung.
Hier wurden letztendlich die Rädelsführer des Oster Aufstandes von 1916 inhaftiert und später auch hingerichtet.
Warum führe ich diesen Punkt als nebensächlich auf?
Ganz einfach, um diesen großartigen Höhepunkt zu genießen, muss man sich zunächst etwas eindringlicher mit der irischen Geschichte auseinander setzen, ansonsten versteht man nicht wirklich die Bedeutung dieses Ortes.

Glasnevin Friedhof

Auf diesem Friedhof sind mehr Menschen beerdigt, als Dublin Einwohner hat.
Ein ganz besonderer Ort.
Hier ist alles was Rang und Namen hat beerdigt.
Ob Daniel O’Connell, der Befreier der Katholiken, oder Charles Stewart Parnell, der ungekrönte König Irlands.
Eamon de Valera und Michael Colins, beste Kumpel und letztendlich Erzfeinde während des irischen Bürgerkrieges, ruhen hier in Frieden.
Glasnevin Friedhof ist eine Stadt der Toten.