Nach dem Osteraufstand von 1916 wurde Irland unregierbar.

Der Guerillakrieg, zwischen der IRA (Irisch Republikanischen Armee) und den britischen Sicherheitskräften war eine Fortsetzung und Eskalation der revolutionären Epoche in Irland.

Im Dezember 1918 gewann die irische Partei Sinn Fein (wir selbst) die irischen Nationalwahlen (im Rahmen der Wahlen des Vereinigten Königreiches). Keine der anderen Parteien konnten Sinn Fein das Wasser reichen.

Iren verweigern Sitze im Parlament

Die neu gewählten irischen Abgeordneten weigerten sich jedoch ihre Sitze in Westminster einzunehmen und formten stattdessen ihr eigenes Parlament.
Am 21. Januar 1919 tagte das erste mal Dail Eireann. Am gleichen Tage wurde die Unabhängigkeit verkündet und die Republik Irland ausgerufen. Später am gleichen Tag, wurden in der Grafschaft Tipperary zwei Beamte der britischen Royal Irish Constabulary (RIC) erschossen. Für viele markiert dieses Ereignis den Beginn des Unabhängigkeitskrieges gegen Großbritannien.

Waffenplünderungen

Die IRA beschränkte sich für den größten Teil des Jahres 1919 auf Überfälle von Polizeistationen, wobei sie sich mit den dort gelagerten Waffen eindeckten und im gleichen Zuge republikanische Gefangene befreiten.
Als nächstes wurden Angriffe auf RIC- und  Armeestreifen.
Auch abgelegene Armeestützpunkte wurden ins Visier genommen. Das führte dazu das viele dieser Stützpunkte von den Briten aufgegeben werden mussten.

Black and Tans

Das britische Militär erwiderte die irische Vorgehensweise mit der Stärkung ihrer Truppen. Sie installierten sogenannte “Black andTans”. Diese Einheit wurde sehr schnell durch ihre äußerst brutale Vorgehensweise, gegen Zivilisten, bekannt.
So werden die Black and Tans z. B. für das Abbrennen von Cork City verantwortlich gemacht.

Britischer Soldat raucht Zigarette

Black and Tan Soldat

Hohe Verluste auf beiden Seiten

Bis Ende 1920 hatten 300 Menschen ihr Leben verloren.
Am 21. November eskalierte die Gewalt, nachdem irische Einheiten in den frühen Morgenstunden 14 Mitglieder des britischen Geheimdienstes erschossen hatten. Dieser britische Geheimdienst hatte den Spitznamen “Cairo Gang”. Dieser Tag ging in die Geschichte als “Bloody Sunday” (blutiger Sonntag).
Die Mitglieder dieser britischen Einheit waren für die Iren leicht ausfindig zu machen, da sie gerne für Fotografen posierten.

Bandenmitglieder als Gruppe posierend

Die Cairo Gang

 

Das britische Militär schoss aus Vergeltung auf Fans und Spieler eines Gälischen Fußball Endspiels und töteten 14 Menschen und verletzten 65 Menschen schwer.
Eine Woche später erschossen Mitglieder der IRA 17 Hilfstruppen der Briten.
Daraufhin verhängten die  Briten das Kriegsrecht über große Teile des Süden Irlands.
Über die folgenden sieben Monate, sollten 1.000 Menschen ihr Leben verlieren und 4.500 Republikaner weggesperrt werden.

Die Kämpfe konzentrierten sich hauptsächlich auf die südliche Provinz Munster – mit der Grafschaft Cork im Mittelpunkt, aber auch Dublin und Belfast. Diese drei Gebiete beklagten 75% der Verluste.
In der nördlichen Provinz Ulster waren die Auseinandersetzungen stark durch konfessionsgebundene Übergriffe  gekennzeichnet. Ganz besonders Belfast, wies große Opfer in der katholischen Zivilbevölkerung auf.

Anglo-Irischer Vertrag

Am 6. Dezember 1921 wurde unter fragwürdigen Umständen der Anglo-Irische Vertrag unterschrieben. Dieser Vertrag ist genau ein Jahr später, am 6. Dezember 1922 in Kraft getreten. Laut diesem Vertrag, sollten die Iren die gesamte Insel als Freistaat erhalten.
Bestandteil des Vertrages war eine Klausel, wonach die Menschen Nordirlands bestimmen können, ob sie zum neu gegründeten Freistaat gehören, oder zum Vereinigten Königreich.
Die Abgeordneten Nordirlands entschieden sich am 8. Dezember 1922 den Freistaat zu verlassen und sich wieder dem Vereinigten Königreich anzuschließen.

Nach dem Waffenstillstand, wurden die Kämpfe in Nordirland über mehrere Monate hinweg fortgesetzt. Ganz besonders zwischen den Republikanern (hauptsächlich Katholiken) und den Loyalisten (hauptsächlich Protestanten).

Die Streitigkeiten über den Anglo-Irischen Vertrag, welcher die Teilung der Insel zur Folge hatte, führte zum Bürgerkrieg.