Irish Coffee, so steht es in manch einem  Reiseführer, wäre ein Getränk für Touristen.
Aber das ist überhaupt nicht so. Irish Coffee ist unter den Iren ein sehr beliebtes Getränk, ganz besonders zur Mittagszeit.
Erfunden wurde das Getränk wohl zu Zeiten des 2. Weltkrieges, als Amerikaner vor den Toren Limericks mit ihren Flugbooten auf dem Fluss Shannon,strandeten.

Die amerikanischen Piloten waren total durchfroren, also boten die netten Iren ihnen einen Schluck Whiskey an.
Da die Piloten jedoch keinen Alkohol trinken durften, fragten sie nach Kaffee.
Diesen bekamen sie auch, allerdings mit einem ordentlichen Schuß Whiskey.
Über die Jahre wurde das ganze dann veredelt.

Heute wird der Irish Coffee in einem Glas serviert.
Wichtig ist natürlich, daß man irischen Whiskey benutzt.
Bloß keinen schottischen oder amerikanischen Whisky benutzen, denn darauf steht die Höchststrafe.

Ist Ihnen eigentlich schon einmal aufgefallen, daß nur echter irischer Whiskey hinten mit einem “e” geschrieben wird? Whiskey wurde schon immer dreimal destilliert, bis die Schotten (man sagt ihnen ja bekanntlich Geiz nach), die blendende Idee hatten einen Destilliervorgang einzusparen.
Die Amerikaner gingen sogar noch einen Schritt weiter und sparten einen weiteren Destilliervorgang ein.
Davon einmal abgesehen benutzen die Amerikaner zur Herstellung ihres Whiskys auch keine Gerste, wie die Iren und die meisten Schotten, sondern Mais.
Ein weiterer wichtiger Unterschied zwischen Schottischen und Irischen Whisk(e)y ist auch, dass beim irischen Verfahren das Getreide überhaupt keinen Kontakt zu dem Rauch hat, welcher traditionell entstand wenn das Getreide getrocknet wurde.
Somit hat der irische Whiskey einen viel sanfteren Geschmack.
Die Iren behaupten auf ihre bescheidene Art, daß das “e” in ihrem Whiskey für “exzellent” steht.
Desweiteren benutzen die Iren traditionell immer nur, bereits zuvor gebrauchte, Fässer. In der Regel fassten die Fässer in ihrem früheren Leben Sherry, Port, oder amerikanischen Bourbon.
Das macht sich über die jahrelange Lagerung natürlich in der Geschmacksnote der irischen Whiskeys bemerkbar.
Machen Sie einmal den Test zwischen einem Whiskey und einem Whisky, Sie werden mit mir übereinstimmen, dass der irische Whiskey eine ganz andere Trinkerfahrung ist.

Die Schotten legen beim Brennen ihres Whiskys viel Wert darauf das das Gedreide beim trocknen mit dem Rauch des Feuers in Berührung kommt. Somit ist der schottische Whisky im Abgang eher rauchig.

Die Amerikaner benutzen traditionell zur Lagerung ihres Whiskys funkelnagelneue Eichenholz Fässer. Die neuen Fässer und der süßliche Mais verleihen dem amerikanischen Whisky einen, schon fast, parfümierten Geschmack.

Zutaten zum Irish Coffee

200 ml heißer, starker, schwarzer Kaffee
1 TL Zucker
1 Maß irischen Whiskey (35,5ml)
1-2 EL Sahne (nicht zu steif geschlagen)

Zubereitung:

Wärmen Sie ein Whiskeyglas (oder Teeglas) an.
Füllen Sie es bis etwa 1 cm unter dem Rand mit Kaffee und geben Sie nach Geschmack Zucker hinzu.
Umrühren und Whiskey dazu gießen.
Langsam die Sahne obendrauf gießen. Sie dürfte nicht sinken.
Falls Sie beim aufgeben der Sahne unsicher sind, können Sie sie auch langsam über eines Teelöffels gießen.
Das Getränk sollte nach Fertigstellung wie ein kleines Guinness aussehen.