Religion spielt in Irland auch heute noch eine große Rolle.

Wenn Sie einen Iren fragen wie wichtig Religion für ihn/sie ist, werden Sie wahrscheinlich hören “nicht wirklich wichtig”.

Tatsache ist, dass 84.12% der Bevölkerung der Republik Irland bei der Volkszählung von 2011 angegeben hat, dass sie sich der römisch-katholischen Konfession bekennen.

Tatsache ist auch, dass bis zu 80% (regional unterschiedlich) der römisch-katholischen Bevölkerung regelmäßig zur Messe geht.
Es ist eine Tradition.

Keine Kirchensteuer

Diese Tradition wird von Generation zu Generation weitergegeben.

Die Kirche ist mehr als ein Ort der Andacht. Es ist ein Ort der sozialen Kontakte, der Begegnung.
Hier trifft man sich. Hier hat man etwas gemeinsam.

Aufgrund der Tatsache das wir in Irland keine “Kirchensteuer” kennen, ist es auch sehr wichtig das die Kirchen gut besucht sind. Die Kirchen finanzieren sich durch Kollekten. Wenn die Kirchen nicht genügend Besucher haben, dann stimmt die Kasse nicht.

Die Kirchen nutzen Social Media

Auf Grund dessen, benutzen irische Kirchen modernste Technik.
Ob Facebook, Twitter, Google Plus oder ähnliches. Jede Gelegenheit wird wahr genommen um mit den Gemeindemitgliedern im Kontakt zu bleiben.

In Deutschland z. B., ermittelt man die Konfessionen anhand der “Kirchensteuern”, welche es in Irland nicht gibt.
In Irland ermittelt man die Gefolgsleute der Konfessionen anhand der Anzahl von Personen, die ganz freiwillig, ohne irgendwelchen Druck, ein Kreuzchen in dem Formular der Volkszählung machen.

Der Islam ist die am schnellsten anwachsende Religion

Wir zählen weiterhin etwa 4% Protestanten (2,8% Anglikaner). Der Rest der Protestanten stellt sich unter anderem aus Presbyterianern, Anglikaner, Baptisten, Lutheraner, etc.

Lutheraner haben einen Bevölkerungsanteil von etwa 0,2% und sie haben eine Kirche.

Die am schnellsten anwachsende Religionsgemeinschaft in Irland ist der Islam.
Zwischen 2002 und 2011 ist die Gefolgschaft um über 157%, von 19.147 auf 49.204 gestiegen.
Der Koran wurde inzwischen ins irische (gälisch) übersetzt.

Böse Worte über Gott löste massive Proteste aus

Kürzlich interviewte der irische TV Star Gay Byrne den englischen Superstar Stephen Fry.
Auf die Frage, was Stephen Fry zu Gott sagen würde, wenn er letztendlich in den Himmel kommen würde, fing Stephen Fry an zu schimpfen. Er ließ kein gutes Haar an Gott und machte ihn für alles Schlimme auf dieser Welt verantwortlich.

Irland stand am nächsten Tag auf dem Kopf.
Fast 5 Mio. Menschen schauten sich den Clip an. Heute, Tage nach dem Interview, ist dieses Interview immer noch Tagesthema.