Unter der Führung des presbyterianischen Wolfe Tone, wuchs in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts eine Vereinigung namens “United Irishmen” (Vereinte Iren).

Porträt von Wolfe Tone

Theobald Wolfe Tone

Diese Vereinigung suchte ein unabhängiges Irland, eine eigenständige Republik. Ursprünglich von Protestanten gegründet, lernte ihr Führer Wolfe Tone sehr bald das sie politisch nur von Bedeutung sein würden, falls auch die Katholiken Irlands mit eingebunden werden.
Dieses politische Forum sollte sich bald zu einer revolutionären Bewegung weiterentwickeln. Inspiriert von der amerikanischen und französischen Revolutionen.

Frankreich als Verbündeter

Die United Irishmen schafften es die Franzosen als Verbündete zu gewinnen und versuchten erstmals im Jahre 1796 14.000 französische Soldaten auf die irische Insel zu bringen.
Die Landung scheiterte aus verschiedenen Gründen.
Schlechtes Wetter, mangelhafte Navigation und fragwürdige Entscheidungen der Verantwortlichen französischen Offiziere führte dazu das der Landeversuch abgebrochen wurde.

Schiffe im Unwetter

Bantry Bay – Französische Armada 1796

Die Engländer beobachteten das ganze und wurden sich sehr schnell im Klaren das die Lage in Irland sehr ernst ist.

Kriegsrecht

Die Engländer verhängten das Kriegsrecht über Irland. Die Iren, die die United Irishmen unterstützten wurden verfolgt und abgestraft.

Zugeständnisse für Katholiken

Die Strafgesetze gegenüber der Katholiken wurden gelockert. Katholiken erhielten ein eingeschränktes Wahlrecht und durften sich an irischen Universitäten einschreiben.
In Maynooth wurde eine Hochschule gegründet, wo katholische Geistliche ausgebildet wurden und die katholische Kirche musste der englischen Krone versprechen das sie Katholiken exkommunizieren werden, soweit sie die United Irishmen unterstützen.

1798

Die Zugeständnisse der Engländer und der zunehmende Druck auf die Gefolgsleute der United Irishmen führte letztendlich dazu das die Aufständischen immer mehr zersetzt wurden.
Die Engländer setzten Spione ein und auch unter der Bevölkerung gab es Verräter die den Engländern zuspielten.

Spion

Die Rebellion sollte ursprünglich mit der Besetzung Dublins beginnen. Von dort aus wollte man die umliegenden Regionen einnehmen um somit die Wiedereroberung Dublins durch die Engländer zu  verhindern.

Diese Pläne waren den Engländern bekannt und sie installierten entsprechende militärische Einheiten.
Die Aufständischen mussten sich auf wenige Regionen des ländlichen Irlands beschränken, mit der Ausnahme von Wexford, welches von den Rebellen über einige Tage hinweg gehalten wurde.

In Mayo gingen 2.000 französische Soldaten an Land. Es wurde die Republik Connacht ausgerufen, welche aber nicht von Dauer war. Die Engländer schafften sich auch dort durchzusetzen.

 Die Folgen

Alle öffentlichen Ämter Irlands wurden nach Westminster übertragen. Es kam zum “Act of Union”. Es wurde das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland gegründet.

Dublin, daß damalige Juwel des britischen Empires verlor an Bedeutung und verfiel zu einem Slum. Es sollte bis zum späten 20. Jahrhundert dauern, bis es wieder auf Vordermann gebracht wurde.

Konfessionen wurden gegenseitig ausgespielt

Die Aufstände wurden von Protestanten (hauptsächlich Presbyterianer) und Katholiken durchgeführt. Der Gedanke war, ein freies und unabhängiges Irland, für alle Iren, unabhängig ihrer Konfessionszugehörigkeit.

Um zukünftig solche Pakte zu verhindern, spielte die englische Krone die Konfessionen gegenseitig aus. Diese “Probleme” zwischen den Konfessionen sind somit hausgemacht.