In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts sollte sich in England wieder etwas tun, was sich auch auf Irland auswirken sollte.

König Heinrich VIII regierte England. Der erzkatholische Heinrich, welcher u. a. aufgrund seiner Vielweiberei in die Geschichte einging hatte keinen Thronfolger. Das mag mitunter daran gelegen haben das er zu diesem Zeitpunkt keine Frau hatte.
Er schaute sich um und verguckte sich in die Witwe seines verstorbenen Bruders.
Er nimmt sie zur Frau, schwängerte sie – doch sie bringt keinen strammen Burschen als Thronfolger zur Welt, sondern nach eigenen Angaben nur ein kränkelndes Mädchen.
Heinrich bat den Papst um die Annullierung der Ehe. Der Papst jedoch deutete auf das neu geborene Mädchen und entschied “die Ehe ist vollzogen, da wird nichts annulliert.

Heinrich VIII ist zornig

Das stimmte Heinrich VIII sehr zornig. Er blickte nach Deutschland, sah was Martin Luther dort tat und tat gleiches. Er trennte sich von Rom, gründete die Anglikanische Kirche, ernannte sich zum Oberhaupt und annullierte die Ehe. Es war also etwas Selbstgefälligkeit im Spiel.

Papst Clemens VII

Papst Clemens VII

Eine Kirche ohne Gefolgsleute

So, jetzt König Heinrich VIII zwar eine eigene Kirche, aber er hatte keine Gefolgsleute, denn auch die Engländer waren seinerzeit streng katholisch.
Heinrich tat wie die Römer vor ihm, er zwang die Katholiken, mit Waffengewalt, sich seiner neuen Kirche anzunehmen.

Die Truppen von Heinrich wüteten in England, Schottland, Wales und ganz besonders auch in Irland.
Wenn man sich geweigert hat zu konvertieren, dann hat man über Zeit alle seine Menschenrechte verloren.

Als Katholik durfte man über keinerlei Eigentum verfügen, nicht in den Städten leben, keine öffentlichen Ämter inne haben. Es ging so weit, daß zeitweise, das Ausleben des römisch katholischen Glaubens unter Todesstrafe gestellt wurde.

Kopfgeldjäger

Es gab Kopfgeldjäger, die ganz besonders auf Priester Jagd machten, welche sich dem Verbot widersetzten.

Kopf von Oliver Plunkett in Vitrine

Oliver Plunkett, St. Peter Kirche, Drogheda

Diese Strafgesetze überdauerten, mal mehr, mal weniger intensiv, knapp 200 Jahre.

Erst ab Ende des 18. Jahrhunderts sollte der römisch-katholische Glaube langsam wieder gesellschaftsfähig werden