Hatten die Wikinger kein Interesse an Irland? Hatten sie Angst vor dem Ende der Welt, westlich vom heutigen Großbritannien?

Tatsache ist, daß es sehr lange dauerte, bevor sie tatsächlich in Irland auftauchten.

Im Jahre 795 haben sie ganz offiziell das erste mal Fuß auf irischen Boden gesetzt und zwar im heutigen Dublin.
Sie kamen, sie sahen und gingen wieder. Wir gehen davon aus das es regnete.

Erst im 9. Jahrhundert sollten sie zurück kommen.

Es waren die Wikinger, die die uns heute bekannten Städte Dublin, Wexford, Waterford, Cork und Limerick befestigten.

Irlandkarte der Wikinger

Wikinger Verbreitung in Irland

Sie brauchten Ausgangspunkte für ihre Raubzüge ins Landesinnere. Basen, wohin sie sich nach diesen Raubzügen, wieder in Sicherheit begeben konnten.

Die Geschichte der Wikinger wird erst seit wenigen Monaten wirklich ernsthaft überarbeitet.

2014 hatten wir tausendjähriges Jubiläum der Schlacht um Clontarf.
Bis vor kurzem hieß es immer das bei dieser Schlacht die Iren ein für alle mal die Wikinger aus Irland vertrieben hätten.

Tatsache ist, daß die meisten Wikinger (ob Dänen oder Norweger) sich friedlich in Irland niederließen und sich integrierten. Sie waren die Kaufleute Irlands, Händler, Seefahrer etc.
Allerdings gab es auch immer wieder Überfälle von nicht so gut gesinnten Wikingern. Sie kamen und raubten, mordeten und legten alles in Schutt und Asche.

Tatsache ist auch, das die Iren und die sich in Irland, friedlich niedergelassenen Wikinger, die Opfer dieser Überfälle waren.

Die Könige Irlands waren zerstritten

Es schien fast unmöglich für die Iren, gemeinsam eine Front gegen die streitsüchtigen Wikinger aufzubauen.

Brian Boru Skulptur

Brian Boru – nach ihm hat man inzwischen einen Wodka benannt

Im Jahre 1014 hatte Irland den jemals einzigen Hochkönig der Insel. Ein Mann namens Brian Boru. Dieser Mann hatte ein Ziel. Er wollte ein für alle mal Frieden auf der Insel schaffen. Er wollte Iren und friedliche Wikinger vereinen, um diesen brutalen Wikingerüberfällen ein für allemal ein Ende zu setzen.

Er schaffte es tatsächlich die zerstrittenen Könige Irlands an einen Tisch zu bringen. Sie schmiedeten eine Schlachtplan und setzten sich ein für allemal gegen die blutrünstigen Wikinger durch. Das war das Ende der Wikinger Überfälle in Irland.

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