Auch wenn es nicht viel Literatur über das prähistorische Irland gibt, so gibt es doch einiges an Schmuck. Stückchen die einen ein Leben lang begleiten.

Die Iren sind Vorreiter bei der Nutzung der Gentechnologie, wenn es um die Aufarbeitung ihrer vorchristlichen Geschichte geht.
Die Iren haben ein schottisches und schwedisches Team, welches ihrem eigenen zur Seite steht.

Bis vor wenigen Jahren hat man geglaubt das die ersten Menschen von Schottland über eine Landbrücke nach Irland kamen.
Vor wenigen Jahren hat man alteingesessene irische Familien gentechnologisch erfasst und diese Ergebnisse mit den gentechnischen Befunden benachbarter Nationen verglichen.
Dabei kam heraus das die Iren gentechnisch den Spaniern am nächsten sind. Genauer gesagt, den Basken. Auch französisches Blut ist weit verbreitet (Normannen).
Fast 800 Jahre englische Dominanz ging natürlich nicht spurlos an den Iren vorbei, aber dieser englische Einfluß ist hauptsächlich im Osten der Insel zu erkennen und um so weiter man gen Westen reist, umso mehr sieht man eine dunklere Hautfarbe, dunklere Haarfarbe und markantere Gesichtszüge (besonders bei älteren Menschen).

Irland ist voller prähistorischer Stätten.

Es gibt keine Region Europas mit so vielen prähistorischen Stätten wie Irland. Das hat mitunter damit zu tun, daß die Iren traditionell glaubten das es sich bei den Stätten um Elfenfestungen (Elfen werden noch behandelt) handelte.

Über das prähistorische Irland wird viel geschrieben, aber wissen tut man tatsächlich nur recht wenig. Die Zeiten des vorchristlichen Irlands wurden nicht offiziell dokumentiert, sondern verbal überliefert. Ich denke hier gerne an “stille Post”.

Poulnabrone Portal Tomb

Poulnabrone Portal Tomb, Burren, Co. Clare

Das Poulnabrone Portal Tomb findet man im Burrengebiet, Grafschaft Clare. Es ist ca. 5,500 Jahre alt.
Die Portal, Passage oder auch Wedge Tombs sind allesamt Grabstätten. Unter den Monumenten waren in der Regel Grabkammern angelegt.

In der Hierarchie hat man in der Regel keine Unterschiede gemacht. Die Grabstätten wurden in der Regel von Frauen und Männern aller Hierarchien benutzt. Das haben Grabbeilagen bewiesen.
Im prähistorischen Irland hat man an “die Reise in die neue Welt” geglaubt. Wenn man auf die Reise geschickt wurde, hat man natürlich auch entsprechende Gegenstände mitgenommen.

  • Nahrung, um gestärkt in der neuen Welt anzukommen.
  • Werkzeuge, um auf etwaige handwerkliche Herausforderungen in der neuen Welt vorbereitet zu sein.
  • Waffen, um möglichen Gefahren gegenüber gewappnet zu sein.
  • Schmuck, in form von Broschen o. Ä. als Andenken an die vergangene Welt
  • und wenn man in der gesellschaftlichen Ordnung höher angesiedelt war, dann auch Sklaven oder Bedienstete.

Als Sklave, oder Bediensteter hat man sich also tunlichst darum gekümmert das es dem Herrn, oder der Herrin (hier hat es keine Unterschiede gegeben), bestens geht, denn man/frau wollte nicht unbedingt mit auf Reisen gehen.

Es gab verschiedene Epochen der unterschiedlichen Bauweisen. Die Kultur der Grabbeigaben war identisch, doch wurde man manchmal verbrannt und andermal so wie man war, hockend, in die Grabkammer gesetzt.

Man behauptet das der Bau dieser Monumente drei Jahre gedauert haben soll. Zunächst hat man angeblich die stehenden Steine errichtet und abschließend eine tonnenschwere Deckplatte aufgelegt. Diese tonnenschweren Deckplatten soll man in einem Zeitraum von drei Jahren in mühevoller Arbeit aufgeschoben, bzw. aufgezogen haben. Dafür hatte man zunächst Rampen errichtet. Diese Rampen bestanden aus Geröll, Erde oder was auch immer gerade zugegen war.

Brownshill Dolmen

Die Deckplatte des Brownshill Dolmen, Carlow, wiegt ganz offiziell 110 Tonnen

Wie ich bereits zu Beginn dieses Beitrages erwähnt hatte, weiß man nicht wirklich viel über diese Zeit. Viele Menschen schreiben voneinander ab und so kam es dazu das man anfing zu glauben etwas zu wissen.

Wenn wir uns den Brownshill Dolmen anschauen und bedenken das die Deckplatte 110 Tonnen wiegt, dann wage ich es zu bezweifeln das vor 5 bis 6.000 Jahren die Menschen in der Lage waren diesen “Stein” dort hinauf zu schieben oder zu ziehen. Falls es jemanden gibt, der/die Licht ins Dunkle bringen kann, dann würde ich mich sehr freuen.

Persönlich habe ich es mir zum Hobby gemacht, vorchristliche Grabstätten ausfindig zu machen und zu fotografieren. Auch besuche ich sehr gerne Ausgrabungsstätten und unterhalte mich mit den Fachleuten vor Ort.

Carrowmore Tomb

Eine von über 60 prähistorischen Monumenten in Carrowmore, Sligo

Die Menschen die dort arbeiten sind sehr gesprächig und freuen sich immer ihre Erkenntnisse mit Interessen zu teilen.
Wir dürfen nicht vergessen das sich die Erkenntnisse über diese Monumente stets ändern. Zunächst einmal rate ich davon ab, diese alten Grabstätten (Tombs) überhaupt Dolmen zu nennen.
Es gibt einige verschiedene dieser Tombs und sie reichen über 6000 Jahre zurück. Somit sind die Tombs aus der irischen Bronzezeit (2400 bis 1200 v. Chr.) mitunter “sehr jung”.

Allerdings gibt es auch ganz gegensätzliche Beispiele. Direkt vor meiner Haustüre steht eine Grabstätte. Als ich sie das erste mal aus der Entfernung sah, dachte ich erst das ich mich verguckt habe, denn sie steht im Wasser. Die Grabstätte die ich meine ist im Gebiet des Rostellan Waldes zu finden. Bei Ebbe habe ich mich mit meiner Tochter aufgemacht und sie erkundet.

Alexandra Lolies vor Rostellan Tomb

Meine Tochter Alexandra vor dem Rostellan Tomb. 2005

Wir kamen zu dem Entschluss das sie vor ca. 5000 Jahren auf trockenem Land errichtet wurde und das sich in der Zwischenzeit das Meer bis dorthin vorgearbeitet hat. Hier frage ich mich, wie lange diese Stätte wohl noch dort stehen wird. Beachtenswert ist auch, daß der Grund um diese Grabstätte herum sehr weich ist, also ist davon auszugehen das ein großer Teil der jetzt noch fast 2 m hohen Stätte bereits versunken ist.

Entgegen des Glaubens das die Menschen vor 6000 bis 3000 Jahren allesamt Normaden waren spricht das Ergebnis eines Versuchs der durchgeführt wurde. Man hat die Überreste aus einer solchen Grabkammer gentechnisch untersucht und dann in einem angrenzenden Ort die Gene mit den Einwohnern verglichen. Die Wissenschaftler haben nicht schlecht gestaunt als sie feststellten das es im Ort einen direkten Verwandten zu dem vor 6000 Jahren bestatteten Mannes gab.

Die größte bekannte Ansammlung von prähistorischen Grabstätten gibt es derzeit in Nordwestirland. Um Sligo (siehe Carrowmore) liegt das Paradies eines jeden Historikers und ständig kommen neue Ausgrabungsstätten hinzu. Oft geht man achtlos an den Stätten vorbei, da sie so zugewachsen sind, daß man sie auf Anhieb gar nicht erkennen kann. Oft stehen sie auch mitten auf einer Weide, oder auf einem Feld.

In der Regel finded man in der Nähe von prähistorischen Grabstätten auch Steinkreise. Jede “Gemeinde” hatte einen solchen Kreis. Dort wurden Opfer gebettet, druidsche Hochzeiten gefeiert oder andere Feste abgehalten, sie waren ganz einfach der Mittelpunkt einer jeden Gesellschaft. Oft fand man sogar mitten in einem Steinkreis eine Grabstätte.